Leben & Heilung

Was frieren und kPTBS miteinander zu tun haben

0 bis 6 Grad

📅 29. Januar 2026
🌧️ Ein unfreundlicher Tag,0-6 °C

Hallo du liebe Seele 🤍

Heute möchte ich erstmal ein Thema aufgreifen, welches beim Thema K-PTBS oft übersehen wird. Ja, sogar von manch einem Therapeuten, wie ich bei der Recherche herausgefunden habe. Auch meine Therapeuten hatten nie daran gedacht oder wussten es einfach nicht. Die haben mich zum Arzt geschickt. Der fand natürlich auch keinen Grund, warum das so ist. Weil bei mir vermeintlich alles gut war.

Aber um was gehts denn jetzt?


Was frieren mit kPTBS zu tun hat und warum es nicht einfach frieren ist

Jeder kennt den Satz: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ Und weisst du was? Auf diesen Satz reagiere ich inzwischen sowas von allergisch. Einfach weil man mir da meine Empfindungen abspricht und mir die Schuld gibt.

Auch wenn ich mit Winterstiefeln, warmer Jacke, Thermostrumpfhosen, Schal und so weiter rumlaufe, ich friere. Und zwar wirklich bis tief auf die Knochen.

Wenn ich dann versuche zu erklären, wie tief das geht, kommt dann auch oft der Satz: „Das ist psychisch / Einbildung, ist ja kein Wunder, dass du so frierst, wenn du den Winter so hasst.“

Nur, was war zuerst da? Das Huhn, der Hass auf den Winter, oder das Ei, die Friererei und das Jucken?

Und ja, anfangs hab ich das auch gedacht. Denn weder meine Therapeuten noch die Ärzte kamen darauf oder wussten es schlichtweg nicht. Also muss ja mit mir etwas nicht stimmen.

Früher wars nicht nur Frieren. Nein, ich hatte da noch zusätzlich ein ganz anderes Problem und zwar juckten meine Beine wie die Hölle.

Immer im Winter. Je kälter es wurde, desto schlimmer wurde das Jucken. Sobald es 0 Grad war, brauchte ich nicht mal lange draussen zu sein, dass mich die Beine bis aufs Fleisch juckten.

Die sahen über den Winter aus, als hätte man mich mit einem Baseballschläger verdroschen.

Manchmal war’s so schlimm, dass Kratzen nichts mehr half und ich meine Drahtbürste oder eine Dessertgabel zu Hilfe nahm. Sobald ich kratzte, wars gut. Es war eine Erleichterung. Aber sobald ich aufhörte, begann es wieder zu jucken.

Im Winter ging ich dann irgendwann nicht mehr raus. Also so gut es ging. Einkaufen musste ich ja dann doch, und manchmal reichte schon dieser kurze Kontakt mit der Kälte, dass ich den ganzen Tag fror. Egal wie viel heissen Tee ich trank und wie sehr ich mich einkuschelte.

Ich fror.

Und ja, die Beine juckten.

Am Abend lag ich dann auf dem Sofa und mein Mann streichelte meine Beine, denn der äussere sensorische Kontakt unterbrach das Jucken. Aber sobald er aufhörte, begann der Juckreiz von neuem.

Das fühlte sich heiss an, wie Abertausende von Nadeln unter der Haut.

Man hat es dann mit Medikamenten versucht, und zwar mit Lexotanil und Xanax. Dazu will ich auch mal noch etwas schreiben, also über Medikation bei kPTBS und meine eigene Erfahrung damit.

Ja, beide haben geholfen, aber sie hatten für mich so starke Nebenwirkungen, dass ich sie nach vier uns 12 Wochen abgesetzt habe. Zudem können diese Medikamente abhängig machen und bei längerer Einnahme kann sich eine Toleranz entwickeln.

Nach vier Wochen wollte ich das nicht mehr. Denn meine Beine juckten drei bis vier Monate im Jahr und ich wollte nicht in eine Situation kommen, in der ich die Medikamente immer länger oder in höherer Dosierung brauchen würde.


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Aber jetzt zum Thema, warum haben kPTBS einen Zusammenhang mit meinem frieren?

In meinem Fall scheint das Frieren mit meinem Nervensystem zusammenzuhängen.

Ich bilde mir dieses Frieren also nicht einfach ein. 🥶

Unser autonomes Nervensystem steuert unter anderem Dinge wie Herzschlag, Blutdruck, Verdauung und auch die Regulation der Körpertemperatur. Bei Menschen mit Trauma können bestimmte Stress- und Regulationsprozesse verändert sein.

Ein Erklärungsmodell, das häufig verwendet wird, beschreibt unterschiedliche Zustände des Nervensystems: Aktivierung, Sicherheit und Verbundenheit sowie Rückzug oder Erstarrung.

Bei kPTBS kann das Nervensystem schneller und stärker auf Belastungen reagieren. Das kann sich bei manchen Menschen nicht nur als innere Anspannung oder Unruhe zeigen, sondern auch als Erschöpfung, Rückzug oder ein Gefühl von innerer Kälte.

Für mich fühlt sich das Frieren manchmal genau so an.

Ja, im Winter bin ich natürlich zusätzlich noch gestresster als sonst. Aber wer kann mir das verdenken nach all den Jahrzehnten des Beinjuckens, sodass ich oft nicht mal duschen oder baden konnte, weil die Beine so wundgekratzt waren? 😖 Und genau da passiert das Frieren.

Warum kann Trauma das Frieren verstärken?

Unser Körper reagiert auf Kälte nicht einfach nur mit dem bewussten Gedanken: „Mir ist kalt.“

Kälte ist auch ein körperlicher Stressreiz. Das autonome Nervensystem reagiert darauf unter anderem mit Veränderungen der Durchblutung und der Wärmeverteilung im Körper.

Bei Menschen mit einer erhöhten Stressreaktivität kann sich eine solche körperliche Reaktion subjektiv besonders stark anfühlen.

Bei mir bedeutet das zum Beispiel:

  • kalte Hände und Füsse
  • Frösteln ohne Fieber
  • „Kälte von innen“
  • plötzliche Müdigkeit und Frieren gleichzeitig
  • manchmal das Gefühl, trotz warmer Kleidung einfach nicht richtig warm zu werden

Das Frieren ist dabei eine reale körperliche Empfindung und nicht einfach etwas, das ich mir einbilde.

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Was oft helfen kann

Kein „Reiss dich zusammen“, sondern Wärme und Sicherheit.

Was bei mir funktioniert und was nicht, ist allerdings sehr unterschiedlich.

  • warme Socken / Schal / Decke, auch im Sommer
  • etwas Warmes trinken
  • sanfte Bewegung
  • Druck, zum Beispiel durch eine Gewichtsdecke
  • leise, ruhige Stimme oder Musik
  • Orientierung im Raum: „Ich bin hier. Es ist gerade sicher.“

Und ja, manches davon hilft mir überhaupt nicht.

Etwas Warmes trinken zum Beispiel. Da kann ich noch so viel heisse Ovi oder Tee in mich reinschütten. Es wird mir einfach nicht wärmer.

Auch sanfte Bewegung mache ich ohnehin meistens.

Warum friere ich manchmal noch Stunden später?

Das ist für mich eine der spannendsten Fragen.

Bei vielen Menschen läuft es ungefähr so:

Kälte → kurzer Stressreiz → wieder ins Warme → der Körper reguliert sich → die Wärme kommt zurück.

Bei mir funktioniert das nicht so.

Dieses Gefühl bleibt noch lange bestehen, obwohl ich längst wieder zu Hause bin.

Dabei können mehrere Dinge zusammenspielen: die eigentliche Kälte, die körperliche Stressreaktion, die Wahrnehmung von Wärme und Kälte und die Tatsache, dass mein Nervensystem nach Belastungen offenbar länger braucht, um wieder in einen ruhigeren Zustand zu kommen.

Das bedeutet:

Mein Kopf weiss kognitiv, dass ich sicher bin. Mein Körper braucht manchmal viel länger, um dieses Gefühl ebenfalls zu erreichen.

Das ist für mich ein sehr treffendes Bild.

Warum hilft eine heisse Dusche manchmal nicht?

Was ich nicht wusste, also bis jetzt, ist, dass sehr heisses Duschen oder Baden die Wärmeempfindung nicht unbedingt dauerhaft verbessert.

What the Fuck! 🥶😨

Das ist eigentlich logisch, wenn man es sich genauer anschaut.

Sehr heisses Wasser erweitert die Blutgefässe. Nach dem Duschen kann dadurch mehr Wärme über die Haut abgegeben werden. Wenn man danach aus der warmen Dusche kommt, kann das deshalb sogar dazu führen, dass man sich relativ schnell wieder kalt fühlt.

Das bedeutet nicht, dass eine warme Dusche schlecht ist.

Aber heisser ist nicht automatisch besser.

Was der Körper wirklich braucht

Zeit und Signale, nicht nur Wärme.

Bei mir geht es deshalb nicht nur darum, möglichst schnell möglichst viel Wärme zuzuführen.

Es geht auch darum, meinem Körper zu vermitteln:

Ich bin jetzt drinnen.
Die Kälte ist vorbei.
Ich bin sicher.

Deshalb möchte ich ausprobieren:

🔥 Langsame, anhaltende Wärme

  • lauwarm duschen und langsam etwas wärmer werden
  • danach direkt warme Kleidung
  • Füsse zuerst wärmen, zum Beispiel mit Socken oder einer Wärmflasche

🔥 Druck und Halt

  • eng eingewickelt liegen
  • Gewicht durch Decke oder Kissen
  • Hände auf Brust oder Bauch legen

🔥 Rhythmus und Bewegung

  • Füsse abrollen
  • Schultern sanft schwingen
  • leichtes Dehnen
  • ein paar Schritte gehen

🔥 Sicherheit sprachlich verankern

Leise sagen:

„Ich bin jetzt drin. Ich bin sicher. Es ist vorbei.“

Oder bewusst den Raum wahrnehmen: Geräusche, Licht, Gegenstände, Temperatur.

Warum kann das Frieren so lange andauern?

Weil das Nervensystem nach einem Stressreiz nicht unbedingt sofort wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehrt.

Es kann eine Weile dauern, bis sich Herzschlag, Muskelspannung, Durchblutung und andere körperliche Prozesse wieder regulieren.

Bei mir fühlt sich das manchmal tatsächlich so an:

hochfahren → erschöpfen → einfrieren → langsam wieder auftauen.

Das ist kein Versagen meines Körpers.

Es ist eine Reaktion, die ich inzwischen besser verstehen möchte.

Aber warum kann Kälte überhaupt so einen starken Reiz auslösen?

Kälte ist für unseren Körper grundsätzlich ein Stressreiz.

Wenn die Umgebungstemperatur sinkt, muss der Körper reagieren, um seine Kerntemperatur möglichst stabil zu halten. Unter anderem verändern sich die Blutgefässe in der Haut und an den Extremitäten.

Das passiert automatisch.

Wir müssen unserem Körper nicht sagen:

„Achtung, es wird kalt. Bitte jetzt reagieren.“

Er macht es einfach.

Und genau deshalb finde ich den Gedanken interessant, dass bei einem Nervensystem, das ohnehin besonders schnell oder stark auf Belastungen reagiert, auch körperliche Reize intensiver wahrgenommen werden können.

Wärme löst nicht automatisch Entspannung aus

Es klingt paradox, ich weiss.

Aber nur weil ich meinem Körper Wärme zuführe, bedeutet das nicht automatisch, dass sich mein gesamtes System sofort entspannt.

Die Wärme ist da.

Aber das Gefühl von Sicherheit muss offenbar manchmal erst nachkommen.

Und genau deshalb kann es passieren, dass ich trotz Decke, Heizung und warmer Kleidung noch lange friere.

Heisst das jetzt, dass ich nichts tun kann?

Nein.

Ich kann beobachten, ausprobieren und meinem Körper immer wieder neue Erfahrungen anbieten.

Nicht im Sinne von „Ich programmiere mein Gehirn einfach um“, sondern indem ich meinem Nervensystem immer wieder die Erfahrung ermögliche:

Kälte ist vorbei. Ich bin wieder drinnen. Ich bin sicher.

Das Ziel meiner kleinen Routine ist deshalb:

  • meinem Körper Sicherheit zu signalisieren
  • Wärme langsam wieder aufzubauen
  • Bewegung einzusetzen, ohne mich zusätzlich zu stressen
  • bewusst wahrzunehmen, dass ich wieder in meiner sicheren Umgebung bin

Meine kleine Routine

Ich habe mir dazu inzwischen ein kleines Blatt ausgedruckt und in den Schrank zu den Jacken gehängt.

Einfach als Erinnerung.

Denn wenn ich nach Hause komme, ist der Impuls gross, mich sofort in warme Kleidung zu werfen, unter eine Decke zu kriechen und irgendwie möglichst schnell wieder warm zu werden.

In diesem Moment denke ich nicht unbedingt daran, irgendwelche Übungen zu machen.

Darum hängt die Erinnerung dort, wo ich sie brauche.

Und wenn das bei traumabezogenem Frieren hilft, dann vielleicht auch beim ganz normalen Frieren.

Darum habe ich die Punkte ChatGPT hingeschmissen und gesagt, er soll mir daraus ein kleines Routineblatt generieren.

Das häng ich hier gleich an.

Denn wenn du magst, darfst du es für dich auch verwenden.

Warum friere ich manchmal auch dann, wenn ich gar nicht draussen war?

Ja, das Frieren nach einem Aufenthalt in der Kälte kann man noch relativ leicht nachvollziehen.

Aber was ist der Grund dafür, dass ich manchmal auch zu Hause friere, eingepackt in Schal, Strickmantel und sonstiger warmer Kleidung?

Warum friere ich manchmal, als würde ich halb nackt und barfuss durch den Schnee laufen?

Auch hier können mehrere Dinge zusammenspielen.

Das Nervensystem ist aktiviert

Der Körper kann auch in einem warmen Raum noch auf Belastung reagieren.

Die Blutgefässe können sich verengen und die Wärmeempfindung kann sich verändern.

Rückzug und Erschöpfung

Wenn ich überlastet oder erschöpft bin, kann sich das bei mir unter anderem als innere Kälte, Zittern und bleierne Müdigkeit zeigen.

Oh ja … diese bleierne Müdigkeit, wie ich die hasse. 🫩

Eine veränderte Wahrnehmung

Auch die Wahrnehmung von Temperatur ist nicht vollkommen unabhängig davon, wie es uns gerade körperlich und emotional geht.

Das bedeutet nicht, dass die Kälte „nur psychisch“ ist.

Das Empfinden ist real.

So ist das also mit dem Frieren.

Jetzt weiss ich ein bisschen mehr darüber, dank meiner Recherche.

Müsste das ein Traumatherapeut nicht wissen? 🤔

Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.

Ich glaube inzwischen aber, dass gerade bei komplexer PTBS sehr viele körperliche Zusammenhänge noch viel zu wenig bekannt sind oder nicht automatisch mit dem Trauma in Verbindung gebracht werden.

Und genau deshalb schreibe ich darüber.

Ich hab ja oben geschrieben, dass ich mir etwas überlegt habe, um diese Routine besser in den Griff zu bekommen.

Ich hab mir ein kleines Blatt ausgedruckt und in den Schrank zu den Jacken gehängt.

So als Erinnerung.

Und wenn das bei traumabezogenem Frieren hilft, dann sicher vielleicht auch beim normalen Frieren.

Ich hoffe jedenfalls, dass ich damit irgendwann besser zurechtkomme.

Sorry, ja, das wurde jetzt auch wieder etwas länger.

Aber wie schon in anderen Beiträgen geschrieben, ich find es wichtig, es richtig zu erklären. Und da braucht es einfach manchmal etwas mehr, als so schnell etwas abzureissen.

Ich wünsche euch jetzt einen schönen Donnerstagnachmittag.

Ich werd mich jetzt an die Ablage machen und hoffe, dass es mir hilft, etwas weniger Druck zu spüren.

Und wir zwei lesen uns morgen wieder zu „Hand aufs Herz“ und später zu „Gerade jetzt …“

Danke, dass du bis hierhin geblieben bist. 🫶🏻

Und was wurde aus dem Jucken meiner Beine?

Ach ja … du fragst dich jetzt sicher, was aus dem Jucken der Beine geworden ist.

Als meine Therapeutin meinte, warum ich dann nicht halt einfach drinbleibe, um mich zu schonen, sagte ich:

„Ja, weil’s eh keiner versteht und denken, es sei Einbildung und ständig jemand kommt und es kritisiert.“

Sie meinte, sie habe ja meine Beine gesehen. Und auch wenn es Einbildung wäre, die Auswirkungen seien nicht nur empfindungstechnisch, sondern auch körperlich sichtbar.

Ich soll einfach so wenig wie möglich rausgehen.

Das hab ich die letzten fünf Jahre gemacht.

Da gab es Wochen, in denen ich nicht rausging und wenn, dann nur schnell einkaufen. 200 Meter und wieder zurück.

Und dann ist etwas passiert.

Die Beine jucken nicht mehr.

Gemerkt hab ich das vorletzten Winter, als es nur noch wenig war. Und letzten Winter gar nichts mehr.

Und ja, sogar als ich dieses Jahr im Winter die letzten drei Mal mit der Kamera unterwegs war, jeweils über eine Stunde, juckten die Beine nicht mehr. 😊

Jetzt bleibt nur noch das Problem mit dem Frieren.

Was ja auch nicht ohne ist.

Also hat sich ja doch schon etwas getan.

Vielleicht ist das auch eine Form von Veränderung, die ich viel zu lange nicht gesehen habe, weil ich immer nur auf das geschaut habe, was noch nicht funktioniert.

Ich hoffe, ich bekomm das mit dem Frieren auch noch in den Griff.

Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

3 Gedanken zu „Was frieren und kPTBS miteinander zu tun haben“

  1. Liebe Nicole,

    danke das du deine Erfahrung mit mir teilst, das ist mega spannend und ja, ich versuche auch daran zu arbeiten: Aber wie gesagt, sollte das nicht ein Therapeut wissen? So lern ich halt jetzt alleine damit umzugehen. Und ja, Angst das Kälte lebensbedrohlich ist hab ich ja rational gesehen nicht, das weiss ich ja das dies nicht der Fall ist.

    Ich freu mich das es bei dir aber langsam besser wird, ich hoffe ich komm dann auch mal an den Punkt. Hab meinem Freund letzten Sonntag gesagt er könne sich „VON“ schreiben, so viel und lange war ich seit Jahrzehnten nicht mehr draussen im Winter. 😅

    Ich hatte früher, schon als Kind, ständig Blasenentzündungen. Chronisch, ich merkte das meistens erst wenn es hoch gestiegen ist und daran eine Nierenbeckenentzündung wurde. Daher ist meine rechte Niere ziemlich angeschlagen. Ich könnte keine Niere mehr spenden da die rechte ziemlich vernarbt ist. Ob das damit zusammen hängt weiss ich nicht.

    Also danke noch mal für deinen ausführlichen Kommentar, der hat mir weiter geholfen.

    Liebe Grüsse und einen schönen Abend

    Alexandra

  2. Liebe Alexandra
    Ich kenne das mit der inneren Kälte! Meine Nieren fühlen sich manchmal sogar im Hochsommer eiskalt an, da hilft nicht mal ein Nierenwärmer aus Wolle. Inzwischen habe ich durch die Therapie erkannt, dass sich meine Nieren in einem (extremen) Freeze-Zustand befinden (befanden). Seit ich damit „arbeite“, wird es gaaaanz langsam besser. Das gilt bei mir auch für andere Körperstellen. Wenn ich trotz Wollsocken und Wärmflasche kalte Füße habe, dann steckt der Freeze oft in der Hüfte und verhindert so eine normale Durchblutung (und eben ein „normales“ Körperempfinden/ eine „normale“ Körpertemperatur). Die Erkenntnis, dass es sich dabei um Freeze handelt, hat für mich viel von dem Schrecken „Hilfe, ich habe kalt!“ genommen und Inzwischen „muss“ ich auch nicht mehr gleich eine Wärmflasche machen, wenn ich an einer Stelle im Körper kalt habe, sondern ich versuche dann einfach zu akzeptieren, dass es so ist und dass das „einfach nur“ Freeze ist und nix lebensbedrohliches und dass ich mich in der Therapie darum kümmern werde.
    Ich habe so gelernt zu entscheiden, ob ich wirklich kalt habe (es draußen kalt ist und ich mich entsprechend warm anziehen sollte, aber das auch nicht übertrieben – früher habe ich mich zum Beispiel immer viel zu warm angezogen, um dann gleich zu schwitzen, wobei der Freeze trotzdem kalt blieb) oder ob es eben innere Kälte = Freeze ist und es „dort“ einfach kalt bleibt ohne lebensbedrohliche Konsequenzen (ich hatte früher bei kalten Füßen immer gleich Angst, eine Blasenentzündung zu bekommen, seit ich aber zwischen kalt und Freeze unterscheiden lerne, wird das eben besser).
    Liebe Grüße Nicole

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.