Cover Wednesday, Mythologie, Nordische Mythologie

Cover Wednesday #68

0 bis 4 Grad

Hallo du liebe Seele,

der Morgen ist schon fast vorbei und ich komme irgendwie wieder nicht so voran wie ich das will. Alles geht heute langsamer, denn meine Nacht war ehrlich gesagt beschissen. So oft wach, und dann konnte ich um 5 nicht mehr einschlafen. Meine Gedanken kreisten endlos durch meine Hirnwindungen und ja sie beschäftigen mich noch immer, lassen mich etwas leer und traurig zurück. Aber dazu ein andermal. Heute geht es um die Aktion von Mamenu. Heute wieder mal mit einem Buch welches ich gelesen habe.


Zeige ein Cover dessen Autor oder Autorin der Vorname mit einem A beginnt

Folgendes Buch hab ich vor fast genau 10 jähren gelesen. Nämlich im Mai 16. Ich war sehr neugierig auf die Geschichte, da ich ja solche gerne mag. Ich kannte den Autor bis dahin nicht, und ehrlich, seit da hab ich auch nie mehr was von ihm gelesen.

Werbung | Ohne Auftrag

Format: Taschenbuch | 302 Seiten | Erschienen: 2001 | Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Fantasy 
ISBN: 978-3-404-77290-2 Preis: Vergriffen, gibts aber noch als eBook bei amazon

Zur Geschichte

Das Christentum ist in Europa Staatsreligion Nummer 1. So auch in Finnland, doch das passt den finnischen Götter so gar nicht und so schmieden sie einen Plan um den alten Glauben wieder populär zu machen. Dazu schickt der Obergott Ukko, seinen Sohn zu den Menschen, um das Volk zum „wahren“ Glauben zu bekehren. Doch so leicht ist es nicht, denn mit dem Aussehen eines göttlichen Wesens könnte die Menschheit nicht umgehen, darum braucht Rutja einen Menschen mit dem er den Körper wechseln kann um in diesem seine Aufgabe in Angriff nehmen zu können.

Und da kommt ihm Sampsa, der Farmer und Antiquitätenhändler grade recht, er ist dem heidnischen Glauben nicht abgeneigt, im Gegenteil, er hält sogar im Wald ein Ritual für Ukko ab. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf…

Ob Rutja und Sampsa es zusammen schaffen die Finnen zum neuenalten Glauben zu bekehren? 

Der Anfang…

Der Himmel der Finnen wird von einem Weltnagel an Ort und Stelle gehalten, dessen Fixpunkt der Polarstern ist. Der Himmel an sich ist ein Schwindel erregend weitläufiges Firmament, erleuchtet von Tausenden von Sternen. Dort regieren die finnischen Götter und Schutzgeister, und dort wohnen die verstorbenen guten Finnen. Die grösste Macht liegt in den Händen von Obergott Ukko, dem Donnergott. 

Meine Gedanken zum Buch 

Der Titel ist passend, denn schliesslich ist Der Sohn des Donnergottes einer der Protagonisten. Hätte mich erstaunt wenn der nicht im Titel Erwähnung gefunden hätte. Und was das Cover angeht, es ist schlicht und zeigt einfach eine typisch finnische Landschaft. 

Mehr gibt’s es zum Schreibstil von Arto Paasilinna zu sagen, denn an den musste ich mich erst etwas gewöhnen. Keine Ahnung warum, denn so speziell ist er nicht. Das einzige was halt schwierig ist, sind die Namen. *gg* Die sind uns halt nicht grade geläufig, also musste ich bei dem ein oder anderen schon mal mehr als einmal ansetzen. Aber wenn man mal drin ist, ist das Buch leicht und flüssig zu lesen. 

Wie ich oben schon angedeutet habe, hab ich mir damals, als ich das Buch gekauft habe, einiges mehr versprochen. Der Autor kennt sich mit der finnischen Götterwelt aus, oder er hat gut recherchiert, aber dass alleine macht eben noch keine gute Geschichte, oder gutes Buch aus. Die Idee, die Arto Paasilinna hatte, war wirklich gut, und er hätte wirklich viel daraus machen können.

Also um was gehts… 

Die finnische Götterwelt findet es nicht mehr witzig das kein Knochen auf der Erde an sie glaubt, geschweige denn auf irgend eine Art an sie denkt. Von Opfergaben und Ritualen mal abgesehen. Sie sind nicht mehr existent in ihrem Volk und das muss geändert werden finden sie. Doch wie macht man das, der christliche Glaube ist in den letzten 2000 Jahre so stark geworden, das es sicher kein leichtes ist, die Finnen zum neuen alten Glauben zu bekehren. Also entscheiden sie sich den Sohn des Hochgottes auf die Erde zu schicken um die Menschen eines besseren zu belehren. 

Ich finde das eigentlich ne ganz spannende Sache. Warum das Ganze nicht mal so rum versuchen? Schliesslich schickte der christliche Gott auch seinen Sohne auf die Erde um die Menschen zu überzeugen das er der einzige Gott für sein Volk sei. Was wird also Rutja anstellen um seine Schäfchen zu überzeugen? Er weiss, alleine geht das nicht, die Hilfe findet er nicht nur in Sampsa, mit dem er seinen Körper tauscht, sondern auch in anderen Menschen die er überzeugen konnte. Aber ob das reicht um ein ganzes Volk zu bekehren?

Das Buch hat mir gefallen. Mehr aber auch nicht, Spannung blieb aus, es war zum Teil doch sehr vorhersehbar und ich hätte mir da doch ein bisschen mehr Originalität gewünscht. Irgendwie war mir alles etwas zu flach. Und das versprochene Chaos das mir auf dem Klappentext versprochen wurde, blieb auch aus. Viel zum schmunzeln gab’s nicht. Auch regte es nicht grade an sich Gedanken um ein eigentlich spannendes Thema zu machen, welches es durchaus hätte sein können. Nur einmal, als es um die neuen Gebote ging. 

Die Charakteren waren zwar wirklich sehr unterschiedlich und man bekam auch einen Eindruck der einzelnen Personen, aber auch das reichte für mich leider nicht aus um es spannend genug zu machen. Ich war par mal knapp davor das Buch abzubrechen. Was aber irgendwie auch nicht fair gewesen wäre, denn schlecht war’s nicht. Es war halt einfach nur Mittelmassig.

Mein Schlussfazit

Eine tolle Idee die leider nicht so gut umgesetzt wurde wie ich mir das erhofft hatte. Eine Geschichte die man lesen kann, aber nicht muss.


So, das wars dann für diese Woche, mal sehen was es nächste Woche für eine Aufgabe gibt. Und ob ich dann ein Buch dazu finde.

Nun wünsch ich dir einen schönen Wochenteiler und hoffe du bekommst etwas Sonne ab, nicht so wie ich, die seit Tagen im Nebel versinke.

Alles Liebe, Alexandra

6 Gedanken zu „Cover Wednesday #68“

    1. Also bei ihm lass definitiv am Schreibstil denk ich. Er konnte mich einfach nicht packen. Aber auch die zu oberflächliche Umsetzung hat mich etwas enttäuscht. Bis jetzt hab ich mir auch keinen Nordländer mehr gegönnt.

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.