Wohlfühloase

Monatsrückblick August 2026: Zwischen Funktionieren, Fühlen und kleinen Glücksmomenten

Hallo du liebe Seele 🤍

Heute möchte ich noch den Monatsrückblick angehen. Und wie das Blog selbst ist auch dieser neu aufgebaut. Nicht unbedingt kürzer, aber straffer. Ich möchte nicht mehr jeden kleinen Moment festhalten, sondern ein bisschen genauer hinschauen.

Aber nun zum Rückblick, wenn du magst, nehme ich dich gerne mit.


Ein Monat ist selten einfach nur gut oder schlecht. Manches bleibt hängen, anderes verschwindet schon nach ein paar Tagen wieder. Dieser Rückblick ist mein kleiner Moment, noch einmal hinzuschauen: Was hat mich bewegt? Was habe ich erlebt, verstanden und vielleicht auch über mich gelernt?

Ich muss dabei nicht jede Frage ausführlich beantworten. Manchmal reicht ein Satz. Manchmal wird daraus mehr. Und manchmal fällt mir zu einer Frage auch einfach nichts ein. Auch das gehört dazu. ❤️

🌿 Mein Monat in einem Satz

Mein Nervensystem im Dauereinsatz 🚨

❤️ Was hat mich bewegt?

Welche Menschen, Begegnungen, Erlebnisse oder Gefühle haben diesen Monat besonders geprägt?

Ich bin das erste Mal mit meinem Sohn nach Deutschland zum Einkaufen gefahren. Wir haben geredet. Das fand ich wirklich schön. Ich hab es genossen.

Einige Gespräche, die ich mit meinem Freund hatte, beschäftigen mich immer noch, obwohl sie schon über drei Wochen zurückliegen. Die haben echt was in mir ausgelöst das ich erst selber für mich anschauen musste. Ich versuche zu erkennen was sind Ängste, was sind Grenzen. Ich weiss nur das sie noch offen sind, die Themen, und solange sie nicht abgeschlossen sind werden sie auch nicht aus meine Kopf und dem System verschwinden. Die haben sich nämlich gemütlich eingerichtet und denken gar nicht daran zu verschwinden. 🙄

Und natürlich die Geburt, die jetzt schneller kam als erwartet. So ein kleines Würmchen. Jedes mal denke ich wie klein sie doch sind. Und jedes mal denke ich, so klein wart ihr doch gar nicht, was ja nicht stimmt. Aber wenn man so ne kleine Seele sieht, muss einem doch das Herz aufgehen. 🥰

Und ja, auch ein Sonnenuntergang kann einen berühren. Und den, den wir auf dem Zugerberg gesehen haben, war einer davon. Ich weiss, es ist nicht der erste, aber es war der erste mit diesem Ausblick. und die Weite einfach schön, und dieser Anblick hat mich ja zu meinem Gedicht „Der Sonnenstern“ inspiriert. 

Und die Gefühle die diesen Monat geprägt haben war Unsicherheit, Verlustangst und Ausgeliefert sein. Und zwischen all diesen schweren Gefühlen blitze Glück, Demut und Dankbarkeit immer wieder auf und verschafften mir Momente des Durchatmen. 

🧠 Was hat sich in mir gezeigt?

Mein Monat aus der Sicht von Morgen- & Abendcheck

Ja, der August war echt anstrengend. Ich war mit sehr viel innerem Geschehen beschäftigt. Offene Beziehungsthemen belasteten mich und dennoch hab ich weiter gelebt. 

Heisst, ich bin nicht völlig eingebrochen, ich hab den Haushalt gemacht, hab gebloggt, war kreativ, war mit meinem Sohn unterwegs, hab meine Tochter kurz besucht, mich über meinen neuen Enkel gefreut, war fotografieren und habe schöne Motorradtouren mit gemacht. 

Ich habe schöne Tage erlebt.

Dennoch lief ständig im Hintergrund sehr viel. Ich habe funktioniert. Das hat mir die Frage meines Freundes deutlich gemacht, wie gut ich eigentlich funktioniere… Denn als ich gesagt habe das mein Körper eine lange Motorradtour nicht mit macht, war er überrascht und meinte: „Woher kommt dass denn jetzt?“ 🫪

Und nebenbei hab ich genauer hingeschaut, was dieses Funktionieren eigentlich kostet. 

Auch wenn ich nicht sicher bin, ob der Preis kleiner oder grösser ist als das Fühlen und das Grenzen erkennen. Manchmal dachte ich wirklich, ich möchte wieder dorthin zurück wo ich noch vor 5 Jahren war. Taub, fähig, alles weg zu drücken und einfach weiter zu machen und runterzuschlucken. 

Die offenen Themen sind nicht verschwunden und doch kann der neue Monat beginnen. Wie ich damit umgehen werde weiss ich noch nicht. Sie sind aufgeschrieben. Was sie auslösen und warum, weiss ich, aber es bedeutet noch lange nicht dass ich mich traue sie auch anzusprechen. 

Durch die Aktivierung bin ich meist sehr erschöpft aufgewacht. Die Tage haben schwer begonnen, oft wär ich am liebsten einfach im Bett geblieben.

Durch meine Morgen- und Abendchecks wurde mir bewusst, dass die offenen Beziehungsthemen als dauerhafte Hintergrundbelastung bestehen bleiben, auch wenn keine neuen Trigger dazukommen.

Abends war ich in meinem Gedankenkarussell gefangen… Das Grübeln machte auch nachts selten pause, so ist es kein wunder das ich oft sehr erschöpft aufgewacht bin, auch wenn mein Schlaf, für meine Verhältnisse gut ausschaute. 

Meist konnte ich mich aber regulieren in dem ich mich auf den Balkon zurück zog, ins Schlafzimmer ging und die Türe schloss. Auch schreiben und Bloggen haben mir geholfen. Nicht immer gleich gut aber wenigstens so gut dass es nicht mehr so schlimm wurde wie Ende Juli, als ich nachts im Treppenhaus verbringen musste weil ich die Reize nicht mehr aushalten konnte. 

🌙 Schlaf, Körper & Nervensystem

Was ist mir diesen Monat an meinem Schlaf, meinem Körper oder meinem Nervensystem aufgefallen?

Tja, ich hab gelernt das gute Werte nicht gleich’ bedeutend sind wie ein gutes Wohlbefinden. Meist lief das sogar diametral. Seit Wochen bin ich so verspannt, und es wird nicht weniger. 

Nachts scheint sich mein Nervensystem wenigstens ab und zu zu erholen. Aber kurz vor dem Aufwachen dreht es wieder auf. Was ist für mich eigentlich schon eine gute Nacht? Fünfmal aufwachen. Klar, nicht lange, aber doch so lange, dass ich genug wach bin, um etwas zu trinken, zu grübeln, aufzustehen. 

Also ja, mein Schlaf ist ziemlich unruhig gewesen. 

🔎 Was habe ich über mich gelernt?

Was habe ich diesen Monat über mich selbst verstanden oder neu erkannt?

Mir ist ein mal mehr bewusst geworden wie schnell ich verunsichert bin und wie schlecht ich diese aushalten kann. 

🧩 Verstehen & Verbundenheit

Was habe ich diesen Monat besser verstanden?

Ich habe diesen Monat wirklich viel, sehr viel genauer hingeschaut. Die offenen Themen hab ich gewälzt, versucht, meine Reaktionen und meine Muster zu verstehen.

Und da ist mir klar geworden das es mir gar nicht darum geht recht zu bekommen. Ich versuche zu verstehen. Mich selbst, meinen Partner und das, was ist und passiert. Ich möchte nicht unbedingt Zustimmung, sondern ich möchte gehört werden, verstanden und vor allem in meiner Wahrnehmung ernst genommen werden. 

Was hat mir Verbundenheit gezeigt?

Diesen Monat war’s nicht so einfach mich verbunden zu fühlen. 

Aber als wir mit dem Motorrad unterwegs waren, über die Pässe, durch die Landschaften, den Sonnenuntergang. Da hab ich mich mit der Natur verbunden gefühlt. Und das ist schön, denn ich staune immer wieder über die Schönheit der Schweiz. 

🌱 Meine Lektion des Monats

Wenn dieser Monat mir eine kleine Lektion mitgeben würde, welche wäre es?

Hui… gute Frage… 

Heilung bedeutet nicht, irgendwann „normal“ zu werden. Es bedeutet, mich besser zu verstehen, neue Wege zu lernen und immer mehr Freiheit im Umgang mit dem zu bekommen, was mich geprägt hat.

📷 Durch meine Kamera gesehen

Welches Foto steht für diesen Monat und warum?

Warum dieses Foto?

Es steht für all die Sonnenuntergänge, die wir im August erleben durften. Es waren einfach wunderschöne Momente. Dieser hier ist bei uns zu Hause in der Reussebene entstanden.

Aber eigentlich steht dieses Foto für mich für noch viel mehr. Es passt irgendwie zum ganzen August. Licht und Schatten, schwere und leichte Tage, innere Unruhe und kleine Momente des Glücks. Genau wie der Himmel auf diesem Bild, der beides in sich trägt, hatte auch dieser Monat seine zwei Seiten.

Da waren die offenen Themen, die Unsicherheit, die Verlustangst, die Erschöpfung und die vielen Momente, in denen mein Nervensystem einfach nicht zur Ruhe kam. Und gleichzeitig waren da so viele schöne Dinge: die Motorradtouren, die Natur, Gespräche mit meinem Sohn, die Sonnenuntergänge und natürlich die Geburt von Amari. 🥰

Vielleicht ist es genau das, was von diesem Monat bleiben darf: Beides gehört dazu. Das Schwere und das Schöne. Die dunklen Wolken und das Licht dazwischen. Keines davon macht das andere weniger wahr.

Und deshalb ist dieses Foto für mich mehr als nur ein schönes Bild. Es ist irgendwie die zweiteilige Medaille meines Augusts. 🌅

📝 Mein Blogmonat

Welcher Beitrag hat mir besonders viel bedeutet?

Hm… gute Frage, ich denke das war tatsächlich der Beitrag über Die Nacht im Treppenhaus. Denn ich hab da diese, auch für mich, völlig überraschende Nacht verarbeiten.

Welcher Beitrag bekam die meiste Aufmerksamkeit?

Am meisten Aufmerksamkeit bekam in diesem Monat Gerade jetzt… vom 14. August.

Welcher Beitrag wurde am häufigsten gelesen?

Der meistgelesene Beitrag war tatsächlich auch Die Nacht im Treppenhaus.

✨ Was bleibt von diesem Monat?

Wenn ich nur ein paar Dinge aus dem  August festhalten dürfte, welche wären es?

  • Das ich trotz schwieriger Tage nicht aufgegeben habe.
  • Die Motorradtour über die Pässe
  • Das sich mein Sohn wieder etwas mehr öffnet. Es ist noch nicht so wie noch vor dem Tod meines Mannes, aber es wird besser. 
  • Und natürlich auf den letzten Drücker, die Geburt des kleinen Amari 🥰

🌱 Was nehme ich mit in den nächsten Monat?

Was möchte ich aus diesem Monat mitnehmen?

Eigentlich nichts Konkretes. Ich lasse den September einfach auf mich zukommen.


 ❤️ Und das war mein Monat.

Nicht perfekt. Nicht vollständig. Aber meiner.

Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

3 Gedanken zu „Monatsrückblick August 2026: Zwischen Funktionieren, Fühlen und kleinen Glücksmomenten“

  1. Kann ich verstehen, dass du manchmal gerne 5 Jahre zurück gehen würdest – aber der Geist lässt sich nicht mehr in die Flasche drücken.
    Ich hoffe, gerade die offenen Beziehungsfragen, können sich lösen.

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.