📅 6. Oktober 2026
🌤️ Heute darf es leicht sein, 9-22 °C
Hallo du liebe Seele 🤍
Ich bin spät dran, ich weiss. Und ich sag es noch mal … Mir rennt die scheiss Zeit einfach nur so weg. Erst dachte ich: Lass es diesen Monat bleiben. Und doch, nö, möchte ich eigentlich nicht. Also schiebe ich ihn noch hinterher. Hoffe, das ist okay für dich. 😅
Auch dieser Monat war nicht nur gut oder schlecht. Weder leicht noch schwer. Es war eine Mischung aus vielen kleinen grossen Momenten die diesen Monat ausmachten. Aber lass mich mal überlegen…
🌿 Mein Monat in einem Satz
Ein Monat voller Abenteuer, Nähe, Fragen, kleiner Krisen und grossen Erkenntnisse.
❤️ Was hat mich bewegt?
Welche Menschen, Begegnungen, Erlebnisse oder Gefühle haben diesen Monat besonders geprägt?
IIm September hat mich einiges bewegt.
Einerseits die Reise, die Landschaften in unseren Ferien und die ersten Paar-Ferien überhaupt. Sie war wunderschön, auch wenn sie mich einiges gekostet hat, aber ich möchte sie nicht missen.
Der Urlaub war einfach viel zu schnell vorbei. Das hat mich am traurigsten an der Sache gemacht. Einfach mal nur wir zwei ohne all die Alltags-Herausforderungen die ich sonst immer meistern muss.
Dann unsere Beziehung und die vielen Gespräche, die wir geführt haben. Sie haben mich diesen Monat sehr beschäftigt. Es gab schöne Momente, aber auch Unsicherheiten, viel Selbstzweifel und Themen, bei denen ich mich ziemlich tief mit mir selbst auseinandersetzen musste.
Und trotzdem habe ich gemerkt, dass ich mich zeigen kann. Dass ich Dinge ansprechen kann, obwohl ich richtig Angst habe davor. Früher hab ich es nicht geschafft. Ich hab es einfach tief in mir verstaut, das geht heute nicht mehr. Und nun darf ich lernen, mich zu zeigen. Auch wenn ich dafür Tage, Wochen oder gar Monate brauche. Aber ich möchte mich einfach nicht mehr selbst verlassen oder verlieren. Aber das braucht Mut. Und den versuche ich grade aufzubauen.
Es gab Gespräche über Sexualität, Nähe, Fantasien und Händchenhalten. Dieses Gespräch dauerte fast 5 Stunden und war für mich vorher mit ziemlich viel Angst verbunden. Danach war da aber vor allem das Gefühl: Ich habe mich gezeigt und mich dabei nicht selbst verlassen.
Wenige Tage später gab es noch mal so ein tiefes Bindungsgespräch, das entstand einfach ohne das ich was spezielles sagen wollte. Und dabei hab ich eine Veränderung bemerkt, in mir. Und zwar, das solche Gespräch für mich wichtig sind. Weil sie eine Sicherheit in mir auslösen die ich so noch selten zu vor erlebt habe.
Das war wirklich eine spannende Erkenntnis. Denn ich fühlte mich die letzten Monate, oder gar ehrlich gesagt, seit ich mit meinem Freund zusammen bin so unsicher. Das liegt nicht an ihm, naja, doch vielleicht etwas schon aber es ist schön das mir das klar geworden ist.
Und dann war da noch ein Erlebnis, das mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile beschäftigen wird: die Erinnerung, die nach dem Sex plötzlich aufgetaucht ist. Gerade weil der Moment davor schön und sicher war, hat mich das so irritiert. Auch daraus ist wieder eine neue Forschungsfrage entstanden, die ich mal genauer anschauen, verstehen möchte.
Genau das war mein September:
Viel erleben. Viel fühlen. Viel hinterfragen. Und dabei langsam lernen, nicht auf alles sofort eine Antwort haben zu müssen.
🧠 Was hat sich in mir gezeigt?
Mein Monat aus der Sicht von Morgen- & Abendcheck
Wenn ich mir meine Morgen- und Abendchecks aus dem September anschaue, fällt mir vor allem eines auf:
Es ist selten nur das eine oder das andere.
Ich kann ruhig und gleichzeitig nervös sein. Glücklich und aufgekratzt. Erschöpft und trotzdem zufrieden. Mein Befinden lässt sich nicht immer in eine einzige Schublade stecken.
Auch beim Schlaf habe ich wieder gemerkt, dass Daten und mein eigenes Empfinden nicht immer das Gleiche erzählen. Wenig Schlaf bedeutet nicht automatisch, dass ich mich schlecht fühle. Und ein einzelner HRV-Wert sagt auch nicht einfach aus, wie es mir gerade geht.
Was sich aber immer wieder gezeigt hat ist: Ein Thema muss nicht gleich den ganzen Tag bestimmen. Nicht diesen Monat. Da gab’s diesen Monat ja auch schon ganz andere Tage.
Ich kann verunsichert sein und trotzdem einen schönen Tag haben. Ich kann Angst vor einem Gespräch haben und es trotzdem führen. Ich kann Beziehungsthemen mit mir herumtragen und mich trotzdem verbunden, glücklich oder einfach gut fühlen. Diesen Monat ist mir das gelungen. Warum auch immer. Ich verstehe noch nicht genau warum, was hat sich verändert. Bleibt das jetzt so?
Und ich glaube, genau das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse aus meinen Checks im September:
Mein Nervensystem ist nicht einfach entweder ruhig oder gestresst. Mein Erleben war vielschichtiger.
Und vielleicht muss ich auch nicht jede dieser Schichten sofort verstehen.
Manchmal reicht es erst einmal, sie wahrzunehmen.
🌙 Schlaf, Körper & Nervensystem
Was ist mir diesen Monat an meinem Schlaf, meinem Körper oder meinem Nervensystem aufgefallen?
Auch hier hat mir der September wieder gezeigt, dass mein Körper offenbar nicht ganz so einfach funktioniert, wie ich manchmal gerne hätte. 😅
Vor allem beim Schlaf gibt es nicht immer eine eindeutige Rechnung.
Wenig Schlaf = schlechter Tag funktioniert bei mir jedenfalls nicht automatisch. Es gab Nächte mit ziemlich wenig Schlaf, an denen ich mich am nächsten Tag trotzdem gut, ruhig oder sogar glücklich gefühlt habe.
Anders rum aber eben auch. Und ehrlich, dann komm ich mich schon ein bisschen verarscht vor. Da schlafe ich 8 Stunden, wache gefühlt kaum auf oder die Wachphasen sind mega kurz und trotzdem fühle ich mich am Morgen überfahren.
Auch bei meiner HRV wird mir immer mehr bewusst, dass ein einzelner Wert eigentlich nur eine Momentaufnahme ist. Die Werte können innerhalb eines Tages ziemlich stark schwanken und auch der Wert direkt nach dem Schlaf kann sich deutlich von einer späteren Messung unterscheiden.
Also alles andere als stabil. 🫤
Was sich ebenfalls gezeigt hat: Reize und Belastung spielen eine Rolle. Mehrere Tage mit Motorradfahren, körperlicher Anstrengung, vielen neuen Eindrücken und Geräuschen waren natürlich etwas anderes als ein ruhiger Tag zu Hause. Gleichzeitig waren das ja nicht nur belastende Erlebnisse. Da waren auch wunderschöne Landschaften, Fotografie, gemeinsame Zeit und ganz viel Schönes dabei.
Und dann war da noch diese kleine Beobachtung, die ich unbedingt weiterverfolgen möchte: In einer Nacht bin ich beim Aufwachen immer wieder in den Armen meines Partners gelegen und konnte nach dem Wahrnehmen seiner Nähe schnell wieder einschlafen. Ob der Körperkontakt tatsächlich etwas damit zu tun hatte, weiss ich natürlich noch nicht. Aber ich finde die Beobachtung spannend genug, um sie weiter zu beobachten.
Meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Monat:
Ich muss nicht aus jeder Beobachtung sofort eine Erklärung machen.
Manchmal darf ich einfach erst einmal feststellen:
Ah. Interessant. Das war jetzt so.
Schwer für mich, bin ja ein ziemlicher Kontrollefreak. Ich will immer alles verstehen und das am liebsten schon im Voraus.
🔎 Was habe ich über mich gelernt?
Was habe ich diesen Monat über mich selbst verstanden oder neu erkannt?
Oha … eigentlich so einiges. Da ist definitiv mehr als im August. 😅
Ich glaube, eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass ich gar nicht immer entweder oder bin.
Ich kann gleichzeitig ruhig und nervös sein. Glücklich und aufgeregt. Erschöpft und zufrieden. Unsicher und trotzdem verbunden. Das war nämlich im September sehr präsent.
Früher hätte ich vielleicht versucht, herauszufinden, was davon denn nun „wirklich“ stimmt. Lustigerweise weiss ich, dass das Leben nicht nur schwarz und weiss ist, aber wenn es um mich selbst geht, da bin ich noch immer in diesem Denken drin.
Aber heute merke ich immer mehr:
Es darf auch alles gleichzeitig stimmen. Auch wenn es sich noch immer ungewohnt und komisch anfühlt.
Ich habe ausserdem gemerkt, dass ein schwieriger Gedanke nicht automatisch einen schwierigen ganzen Tag bedeutet. Ich kann mich mit etwas beschäftigen, kann unsicher sein oder Angst haben und trotzdem lachen, einen schönen Tag haben oder mich meinem Partner verbunden fühlen.
Und ich habe etwas ausprobiert, das mir nicht immer leichtfällt:
mich zu zeigen, obwohl ich Angst davor hatte.
Ich habe schwierige Dinge angesprochen, obwohl ich vorher nicht wusste, wie das Gespräch ausgehen würde. Und danach war da nicht das Gefühl, dass ich mich damit klein gemacht oder selbst verlassen hätte. Im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei mir geblieben bin.
🧩 Verstehen & Verbundenheit
Was habe ich diesen Monat besser verstanden?
Ich will nicht beweisen müssen, dass etwas objektiv so ist, damit es sich für mich trotzdem genau so anfühlen darf.
Gerade beim Thema Raumluft ist mir das ziemlich deutlich geworden.
Da muss ich kurz mal ausholen. Wir leben in einer Wohnung, die mit Lüftung funktioniert. Also müsste man die fenster nicht aufmachen. Denn die Raumluft wird kontinuierlich umgewälzt und ausgetauscht. Ich bin mir aber gewohnt die fenster zu öffnen, zu lüften. Tagsüber kann ich es ja noch handeln aber nachts, ich schlafe seit Kind immer 365 Tage mit offenem Fenster. Ja, je nach Temperaturen sind die Jalousien ganz zu, bisschen offen oder ganz schräg gestellt und das Fenster nur gekippt oder ein bisschen offen oder ganz. Je nach Temperaturen draussen.
Er kann das nicht verstehen. Er meint das ist nur Kopfsache. Er will kein offenes Fenster aber wir haben hier im Zimmer 25 Grad ohne Heizung! Und das ist mir viel zu warm und das lässt mich wirklich schlechter schlafen.
Er sagt das die Lüftung funktioniert, und die Luft nicht schlecht ist. Das behaupte ich auch nicht.
Ich mag es einfach lieber, wenn es kühler ist und ich die Luftbewegung spüre. Und das darf so sein. Ohne grade mein empfinden in Frage zu stellen nur weil es ein anderer nicht wirklich versteht. Mein Empfinden braucht also nicht die Zustimmung eines anderen Menschen, um gültig zu sein.
Ich darf etwas als unangenehm empfinden, auch wenn jemand anderes das nicht nachvollziehen kann.
Ich darf etwas anders erleben.
Und ich darf sagen:
„Für dich ist das vielleicht anders. Für mich fühlt es sich aber gerade so an.“
Vielleicht ist das tatsächlich etwas, das ich gerade lerne:
Meine Wahrnehmung muss nicht immer verteidigt werden. Ich darf sie erst einmal selbst ernst nehmen.
🌱 Meine Lektion des Monats
Wenn dieser Monat mir eine kleine Lektion mitgeben würde, welche wäre es?
Ich muss nicht alles sofort verstehen, beweisen oder lösen. Ich darf meine Wahrnehmung ernst nehmen, mich zeigen und gleichzeitig akzeptieren, dass in mir mehrere Dinge gleichzeitig wahr sein können. Und manchmal reicht es, neugierig zu bleiben und einfach weiterzuforschen.
📷 Durch meine Kamera gesehen
Welches Foto steht für diesen Monat und warum?
Ehrlich?
Dieses mal tu ich mich wirklich schwer. Es gab so viele schöne Fotos und Motive, und ich kann mich nicht entscheiden für ein Foto. Denn dieser Monat war so vielseitig. Die Woche Ferien. Dann auch sonst noch schöne Ausflüge mit dem Motorrad.
Aber ich hab mich jetzt für dieses Foto entschieden. Warum gleich dieses? Nun, es gab so viele wunderschöne Sonnenaufgänge, davon hab ich dir ja schon einige gezeigt. Sie stehen für all die wunderbaren Morgen und auch Tage im September. Aber Abendabschlüsse hab ich hier selten, ausser wir sind unterwegs. Auch Sonnenuntergänge zeig ich dir hier immer wieder aber Vollmonde sind selten.
Und diesen hier, der Erntemond, der war einfach so wunderschön! Grösser als sonst aber noch kein Supermond. Und doch, mit dem Rosa von Rest des Sonnenuntergang einfach schön. Und ein, wie ich finde, perfekten Tagesabschluss. Und von denen gab es im September echt auch nicht grade wenige.

📝 Mein Blogmonat
Welcher Beitrag hat mir besonders viel bedeutet?
Auch dieses mal muss ich mir kurz Gedanken dazu machen, aber ich glaube das war wirklich dieser hier:
Einfach weil er mich auch heute noch sehr beschäftigt. Also das Thema darin.
Welcher Beitrag bekam die meiste Aufmerksamkeit?
Am meisten Aufmerksamkeit bekam in diesem Monat Foto-Challenge | Erste Herbstboten
Mit meinem Bild vom Spinnennetz hab ich eine rege Unterhaltung über Phobien ausgelöst 😅
Welcher Beitrag wurde am häufigsten gelesen?
Der meistgelesene Beitrag war tatsächlich mein Wochenrückblick 38/26: Viel erlebt, viel gesehen und ziemlich platt 😄
✨ Was bleibt von diesem Monat?
Wenn ich nur ein paar Dinge aus dem September festhalten dürfte, welche wären es?
Da muss ich gar nicht lange drüber nachdenken ☺️ Das waren natürlich die ersten gemeinsamen Ferien.
Dann die wunderschönen Landschaften. Ich staune selber immer wieder wie wunderschön die Schweiz ist. Ja, ich weiss, ich wiederhole mich, sorry. Aber es ist einfach so. 🤷🏻♀️
Und natürlich waren da auch viele besondere Momente mit dabei, die ich nicht missen möchte.
Und dann noch die Erkenntnis, dass ich mich zeigen kann, ohne mich dabei selbst zu verlieren. Das war eine ganz spannende Erfahrung. Und, dass in mir vieles gleichzeitig Platz haben darf: Nähe und Unsicherheit, Erschöpfung und Freude, Fragen und trotzdem ein ziemlich gutes Gefühl.
🌱 Was nehme ich mit in den nächsten Monat?
Was möchte ich aus diesem Monat mitnehmen?
Da kommt mir einfach nur ein Wort in den Kopf. Leichtigkeit
Zwischen den Krisen, den Selbstzweifel und Unsicherheiten, gab es dennoch gegen Ende des Monats diese Leichtigkeit, die Unbeschwertheit. Die ich so seit langem nicht mehr empfunden habe.
Und genau das möchte ich mitnehmen. Ich hoffe ich kann mich im Oktober, wenn es wieder mal schwierig wird, daran zurückerinnern, dass es auch solche Momente gibt.
Uff, das war also mein September. 😮💨 Ich weiss, etwas verspätet aber wollte ihn dennoch festhalten.
Nun wünsch ich dir mal einen guten Dienstag, und wir lesen uns später noch zur Kurzgeschichte, auf die freu ich mich nämlich auch schon sehr.
Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist
