Blogaktionen

40

4 bis 8 Grad

Guten Morgen meine Liebe Seele,

hey, es ist Endspurt! Der Freitag ist angelaufen und bald ist Wochenende. Ich freu mich drauf denn die letzten 2 Nächte waren richtig mies. Vorletzte Nacht mindestens 6 mal wach gewesen heut schon um 5 Uhr wach, mit einem Haufen an Gedanken und Gefühlen.

Kennst du das, in dir kommen Gedanken und Gefühle auf, die du fast nicht halten kannst und am liebsten nur noch schreien würdest? So ging es mir heute. Um halb acht war ich schon aufgestanden, war geduscht, restauriert, den Kaffe für meinen Freund fertig gemacht und die Küche geputzt und ja, sogar schon auf dem Weg zum einkaufen. Jetzt sitze ich hier, höre Musik, mach mir Gedanken und schreib hier den Beitrag. Mal sehen, die Frage heute, uns AEQUITAS ET VERITAS stellt find ich mega schwierig. Aber werd mal versuchen das eine Antwort zu finden und dann auch zu geben.


Was ist die mutigste Entscheidung, die du bisher getroffen hast, oder die mutigste Sache, die du je getan hast?

Uff… Ih bin kein mutiger Mensch. Das war ich nie. Im Gegenteil… Ich bin ein ängstlicher Mensch. Würde ich jetzt mal so sagen. Risiken? Nein, ich überdenke alles von verschiedenen Standpunkten. Das mag wohl mit meiner Problematik zu tun haben, den bisher bedeutete Veränderung Gefahr, Verlust, Unsicherheit. Und das versuchte ich immer wieder zu vermeiden. Dinge, die ich angegangen bin, bin ich nur angegangen weil ich musste. Wie alleine mit meinem Leben zurecht zu kommen, weil mein Mann verstarb. Das hätte ich freiwillig nie gewählt. Es waren immer Entscheidungen die ich nicht von mir aus getroffen haben, sondern weil es von Aussen kam.

Doch, etwas gibt es, das erste Date mit meinem Freund. Dann die Entscheidung das ich jemand neues Lieben darf. Mir diese Erlaubnis zu geben, trotz des enormen Gegenwindes. Trotz meiner Ängsten, bedenken, sorgen… Ja, das einlassen auf diese neue Liebe hat mich sehr viel Mut gekostet. Und Mut muss ich aber noch lernen, Mut ich selbst zu sein, mit all den Gefühlen und Gedanken im Zusammenhang mit der neuen Beziehung. Mut zu haben für mich einzustehen, meine Grenzen zu setzen, meine Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Denn es ist eine neue Dynamik und ein anderer Mann. Ein Mann der so ganz anders ist als mein Verstorbener.

Mut ist wohl DAS Thema dieses Jahr. wenn ich nur schon drüber nachdenke, das macht mich ganz nervös und ja, es macht mir auch etwas angst. Angst es nicht zu schaffen, zu versagen. Erwartungen nicht erfüllen zu können.

Mal sehen wohin mich dieses Jahr führt, wo es mich wachsen lässt. Das Jahr hat erst grade begonnen und die Beziehung geht in die nächste Phase.


Jetzt ergab sich doch mehr als ich zu Beginn gedacht habe. Wie sieht das bei dir aus? Was war das mutigste das du je gemacht hast? Oder welche Entscheidung hat dich so viel Mut gekostet wie noch nie eine?

So, jetzt mach ich mal hier etwas weiter und du und ich lesen uns später noch mal zu „Gerade jetzt…“ Also wenn du magst. Ansonsten wünsch ich dir jetzt schon mal einen stressfreien Freitag und komm gut ins Wochenende.

Alles Liebe, Alexandra

10 Gedanken zu „40“

  1. Ich denke, aber das annehmen und nicht hängen lassen, oder andere machen lassen, nach dem Tod deines Mannes – finde ich mutig. Gerade weil deine Ängste dich begleiten. Auch ihnen die Stirn zu zeigen, finde ich mutig. Du könntest auch einfach aufgeben, aber das machst du nicht. Du hast gute und schlechte Phasen, die du aber akzeptierst.

    1. Hm… Mutig? Ihnen die Stirn zu bieten? Weiss nicht… Bleibt ir ja nichts anderes übrig wenn ich nicht untergehen will und das will ich definitiv nicht, denn ich liebe das Leben, trotz allem. Ja sagen wir mal, ich akzeptiere es… Mehr oder weniger… jetzt grade eher weniger. 🫣

      1. Doch, ich denke gerade das, wenn es dir schlecht geht, zu sagen ich will aber, das ist schon mutig. Wieviele geben auf, oder jammern nur. Du strahlst nur schon auf dem Blog, eine gute Stärke aus.

        1. Ich weiss nicht ob das wirklich mutig ist, ja, meine Therapeutin hat auch schon gesagt… Wissen sie Frau Künzler, ich habe hier Klienten die wegen viel weniger aufgegeben haben.

          Ich seh das aber irgendwie nicht als was besonderes an, wie mit dem nicht rauchen oder Alkohol trinken. Das war keine bewusste Entscheidung sondern es hat mich nie gereizt das überhaupt auszuprobieren, also ist es auch keine Leistung. So seh ich das it dem weiter machen eben auch. Etwas… weisst wie ich meine?

          1. Hm – ja verstehe es. Aber ich denke – und da bin ich nicht anders – die Selbstkritik überwiegt. Nicht mit irgendeiner Sucht dagegen zu gehen, ist schon eine eigene Entscheidung – aber zu erkennen und es umzusetzen, das ist schon ein mutiger Schritt. Es wäre doch viel einfacher gewesen es auszuprobieren und sich fallen zu lassen.

            1. Ich denke das ist nie eine Option gewesen da ich jeglicher Kontrollverlust nicht ertrage. ich hasse es sogar und ich werde nervös wenn ich müde bin tags über. Da wären Alk oder sonstige Drogen gar nicht gegangen.

              1. Bei mir auch so. Alk hatte ich mal in den Wilden 20ern – aber nicht extrem. Nur so übliche Partys – Drogen hab ich nie versucht – genau aus dem Grund – ich will nicht so einen Kontrollverlust

  2. Danke für Deinen Beitrag. Ja, zu einer neuen Beziehung gehört definitiv Mut. Warst Du lange alleine? Ich könnte mir vorstellen, dass es dann noch mal herausfordernder ist. Ich wünsche Dir ein gutes Jahr mit vielen Mut-Momenten!

    1. Nein, knapp 2 Jahre. Aber es hat mich total kalt erwischt. denn ich hatte eigentlich meinen Frieden als Witwe gemacht. Nach 1,5 Jahren war ich eigentlich glücklich und war auch nie auf der Suche. Tja, da hatte das Universum dann andere Pläne, wie so oft. Wär ich nicht vorbelastet, hätte es mich wohl nicht solchen Mut gekostet. Oder hätte sich mein Sohn anders verhalten. Oder hätte ich nicht so ein schlechtes Gewissen gehabt… Ja, da kam ganz viel zusammen.

      Danke meine Liebe, das wünsch ich dir auch, auch wenn du eigentlich eine sehr Mutige bist, das was du da alles aufgezählt hast, macht mir schon zu schaffen wenn ich das mit jemanden zusammen machen müsste. Also, meinen Respekt hast du.

Kommentar verfassen