Wohlfühloase

Deep Talk – Spiritualität muss nicht laut sein

📅 10. August 2026
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Hallo du liebe Seele 🤍

Ich hoffe du hattest ein schönes und entspanntes Wochenende?

Heute geht es hier um eine spannende Frage. Eine, die nicht ganz so leicht zu beantworten ist. Nämlich folgende…

Welche Rolle spielt Spiritualität in deinem Heilungsprozess – eher still im Hintergrund oder als aktiver Teil deines Alltags?

Jetzt wo ich den Satz mehr Mals gelesen habe, frage ich mich folgendes…

Schliesst das eine das Andere aus? 

Ist Spiritualität nicht etwas, dass so oder so da ist? Jeder Mensch trägt Spiritualität als Möglichkeit und als Teil seines Menschseins in sich. Aber nicht jeder Mensch nimmt diese Seite wahr, erkennt sie oder lebt bewusst aus ihr heraus.

Aber bei Menschen, die sich selbst als spirituell erleben, läuft diese Spiritualität nicht einfach mit? Als Teil des Denkens, des Handelns und der eigenen Sicht auf das Leben?

Und doch denke ich das es genau so ist. Und ob man dann aktiv noch Rituale begeht… das hat ja nichts damit zu tun. Egal ob sie leise im Hintergrund mit läuft, oder man aktiv Dinge in den Alltag einbaut, beides sind bewusste Entscheidungen. 

Ich denke sogar, aktive Spiritualität hat nicht viel Substanz, wenn diese Grundhaltung, dieses leise Mitlaufen im Hintergrund, nicht ohnehin da ist. Dann werden Rituale schnell zu leeren Handlungen.

Ja, das alles ist meine ganz persönliche und philosophische Überzeugung. Wenn du das anders empfindet oder sieht, darfst du das gerne mit mir teilen. Daraus entstehen immer wieder spannende Gespräche. 

Aber jetzt zu der eigentlichen Frage und meine Antwort. 

Meine Spiritualität ist nicht etwas das ich plötzlich entdeckt habe. Sondern sie war schon immer da. Als Kind trieben mich schon diverse Fragen um. Ich hab mich in der 4. Klasse, also mit etwa 10 oder 11 Jahren, mit dem Pfarrer, unserem Religionslehrer angelegt. Ich habe Dinge in Frage gestellt, wollte Dinge wissen, verstehen… die Grossen Fragen des Lebens anschauen. Das fand der Herr gar nicht witzig. 

Mit 15 hab ich dann die Bibel gelesen, das Alte wie auch das Neue Testament. Ich habe nach Antworten gesucht, ich wollte verstehen.

Religion verbinde ich persönlich schon lange mit Dogmen, Institutionen und Machtstrukturen. Deshalb fühlt sie sich für mich grundlegend anders an als Spiritualität.

Ich glaube, diese Suche nach Sinn, Wahrheit und Antworten begleitet mich schon sehr lange. Aber Vertrauen bedeutet für mich nicht, auf alles eine Antwort zu haben. Ich kann inzwischen ziemlich gut mit offenen Fragen leben. Ich finde es sogar spannend, sie überhaupt zu stellen und mich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Später, als junge Frau, begann ich, viele Bücher zu spirituellen Themen zu lesen. Eines der ersten war ein Buch über Siddhartha und seinen Weg zum Buddha. Ich weiss heute leider nicht mehr, wie es hiess. Aber ich weiss noch, dass mich diese Geschichte sehr beschäftigt und fasziniert hat.

Ich brauche also keine Institution, die mir sagt, was ich glauben soll oder eben auch nicht, um mich mit den grossen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.

Und trotz all der Fragen glaube ich, dass ich ein tiefes Vertrauen ins Leben habe. Sonst könnte ich diese Dankbarkeit und Demut dem Leben gegenüber wahrscheinlich gar nicht empfinden.

Und das schliesst für mich überhaupt nicht aus, dass ich an einen Gott, ein übergeordnetes, intelligentes Wesen oder eine Quelle glaube, die all das geschaffen hat. Ich brauche nur keine Institution, die mir vorschreibt, wie dieser Glaube auszusehen hat.

Meistens, sagen wir sogar zum grössten Teil, läuft meine Spiritualität leise mit. Das Wissen darum, dass ich mit allem verbunden bin. Die Dankbarkeit, die Demut die ich dem Leben gegenüber empfinde und mich verbunden fühlen. 

Somit ist Spiritualität für mich nicht in erster Linie das, was ich tu. 

Sondern sie ist das, aus welcher inneren Haltung heraus ich lebst.

Klar hab ich auch einen aktiven Teil. Der lag zwar sehr lange bracht die letzten Jahre, aber ich hab wieder mit Räuchern angefangen und das hilft mir wirklich. Es beruhigt mich, es lässt mich zurück zu mir kommen. Es macht etwas mit mir, das man so nicht erklären kann. Es ist ein kleines Ritual, welches ich mache, jetzt wieder, wenn ich spüre das in mir alles in Aufruhr ist. Bis jetzt zwar nur wenn ich alleine bin, denn mein Freund hat damit nichts am Hut. 

Vielleicht könnte ich auch wieder mal mit Tarot beginnen. Das hab ich früher auch öffters gemacht. Nicht um Entscheidungen zu treffen sondern um ein weiteres Werkzeug einzusetzen um ein Thema zu verstehen, zu untersuchen…. 

Aber Räuchern, Tarot oder andere Rituale sind für mich deshalb nicht die Spiritualität selbst. Sie sind eher Ausdruck davon oder Werkzeuge, mit denen ich mich mit etwas verbinde, das ohnehin schon da ist.

Ja, heute läuft sie einfach leise im Hintergrund mit. Vielleicht wird meine Spiritualität in der kommenden Zeit wieder etwas sichtbarer. Nicht, weil mir etwas fehlt. Sondern weil ich manchmal Lust habe, ihr wieder etwas mehr Raum zu geben.

Für mich ist Spiritualität also keine Sammlung von Ritualen. Sie ist eine Haltung zum Leben.

Wie ist das für dich? Kann Spiritualität da sein, auch wenn du gerade kein Ritual praktizierst? 

Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

8 Gedanken zu „Deep Talk – Spiritualität muss nicht laut sein“

  1. Religionen sind eine Pest.
    Spiritualität ist etwas schönes, das man verwenden kann, wenn man möchte. Ich mache keine Rituale, obwohl ich gerne würde. Ich habe das mal einige Zeit lang versucht im Einklang mit dem Hexen-Kalender. Doch das fühlte sich für mich sehr leer und gewollt an. Halt wie bei den normalen Feiertagen auch. Also habe ich das wieder gelassen. Bevor wir ins Haus gezogen sind, habe ich intensiv geräuchert – von oben bis unten.
    Ich habe gelernt, geduldig zu sein, die Augen offen zu halten und Chancen zu packen, mich an Regenbögen, Libellen oder einem Vogel im Baum (der mich mit seinem Gepiepe tierisch nervt) zu freuen. Da zu sein, wenn nötig oder zu raten, wenn ich denke, dass es gut sein könnte.

    Rina hatte doch letzte Woche was mit Glücklichsein – so halte ich das auch mit der Spiritualität. Es gab Jahre in meinen Leben, da habe ich täglich mit meinen bereits Verstorbenen gesprochen, weil ich mich alleingelassen fühlte. Das hat aufgehört als es mir besser ging. Doch sie sind da, sie sehen mich und sie nehmen teil. Egal, ob ich das wahrnehme oder nicht. Meine Schwester ist Tier-Kommunikatorin und kann auch hören was Menschen denken, zusätzlich kann sie mit Toten Kontakt aufnehmen. Mir war das immer klar – sie hat starke Anzeichen von einem Indigo-Kind. Lustig ist, dass unsere Mutter sehr wohl an übersinnliche Dinge und Geister glaubt, jedoch auch eine Gläubige Christin ist. Wir sind also damit aufgewachsen, dass es da noch mehr gibt. Wir wurden auch getauft und konfirmiert, doch eine christliche Erziehung gab es zum Glück nicht, das hat mein Vater abgelehnt. Ich kenne die Bibel nur soweit wie wir sie im Religionsunterricht (reformiert) durchgenommen haben und die paar Stellen, die ich später nachgelesen habe, weil es in manchen Zusammenhängen wichtig war.

    Wenn ich also ab und zu sehr verzweifelt bin oder Hilfe vom Universum brauche, sage ich schon mal laut in die Stille: Hilf mir oder gib mir ein Zeichen, ich weiss nicht alleine weiter. Irgendwann findet sich immer wieder eine Lösung, manchmal muss man mehrere Schritte (speziell bei der Job-Suche bei mir) machen bis es endlich passt. Doch irgendwann passt es immer wieder so gut, dass es kein Leiden und nur ein Überleben ist. Und obwohl ich nicht allzu viel Vertrauen in die Welt habe, habe ich grosses Vertrauen in mich selber und meine Fähigkeiten und offensichtlich hört mich das Universum und reagiert.

    Ich versuche auch immer, mich nicht allzu sehr über Dinge aufzuregen, die gegeben sind. Sie sind nicht meins zu lösen und die sonst verpuffte Energie kann ich anderswo einsetzen, wo sie mir nützt.

    Ich mag Spiritualität und lebe sie ähnlich wie du und Trude.

    1. Das mit den Ritualen nach festen Zeiten, ist auch nicht so meins. Ich muss in Stimmung sein. Sonst wird es eben, wie du sagst, zu einer holen Handlung und das bringt ja nichts.

      Deine Sicht zur Spiritualität denkt sich ziemlich mit meiner. Das hast du schön geschrieben. Und das mit deiner Schwester, sehr spannend. Ich kenne auch jemand die mit Verstorbenen Kommunizieren kann. Sie will das aber eigentlich gar nicht. Und Tierkommunikation, ganz spannendes Feld. Und was menschen denken? Wow, dass muss anstrengend sein und vielleicht sogar erschreckend oder frustrierend… 😨

      Ich kenne einige Christen die an solche Dinge glauben oder auch selbst solche Fähigkeiten haben. Für mich schliesst das eine das andere nicht aus. Wie bei mir, ich hab alles mitmachen müssen, also Taufe, Religionsunterricht (kath.), Konfirmation. Musste auch ab und an in die Kirche, beichten… vor der Konfirmation aber erzogen, so streng, wurde ich nie. Also eigentlich wie bei dir.

      Was du über das Universum sagst und dein vertrauen find ich wunderschön. Ich hab auch vertrauen…Ins Leben, ins Universum… in andere Menschen, die Welt leider nicht mehr… da bin ich fest am arbeiten und in mich selbst… ja, da ist auch noch ne grosse Baustelle. Aber ich gebe mir mühe.

      Danke das du mich an deiner Spiritualität hast teilhaben lassen. 🫂

      1. Ich kenne viele, die es ähnlich sehen wie wir beide.

        Es ist halt schwierig, wenn diese ganze Kommunikation von Mensch und Tier auf einem einstürzt, man muss lernen, sich abzuschotten und vermutlich auch, dass man nicht alles hören möchte. Sonst dreht man durch. Es ist grundsätzlich ein spannendes Feld, doch man muss gut auf sich aufpassen. Ich verstehe deine Bekannte, doch wenn man auserwählt ist, kann man manchmal nicht weichen.

        Sie ist nicht schreckhaft – und eine mutige Kriegerin. Aktuell liegt sie aber grad flach am Boden.

        Für mich schliesst sich das auch nicht aus, schliesslich hat doch Jesus Menschen von den Toten erweckt und Kranke geheilt und ist selber auferstanden. Ich will damit einfach nichts zu tun haben, weil da in allen Sparten zu viele Fundamentalisten unterwegs sind.

        Wo ich früher noch sehr auf dem hohen Ross sass und jeden gleich mal verurteilt habe, bin ich heute sanfter und lasse sie erstmal kommen. Ich habe eine sehr gute Menschenkenntnis und merke es recht schnell, wenn jemand nicht koscher ist. Dann versuche ich nach Möglichkeit auszuweichen oder den Kontakt abzubrechen. Ich will offen sein und gehe auch gerne auf Menschen zu – obwohl ich sie nicht permanent in meiner Nähe ertragen müssen will.

        Ich spüre gut wie sehr du kämpfst und ich finde, dass du sehr gut unterwegs bist. Bleib einfach dran.

        Das habe ich sehr gerne mit dir geteilt.

        1. Ich bin gar nicht mehr in der Szene unterwegs. Früher hatte ich viele Onlinekontakte. Führte ein Forum und einen Chat. Aber das ist lange her. Keine Ahnung wie sich die Szene da entwickelt hat.

          Ja, da sagst du was richtiges. Wenn man auserwählt wurde, dann kann man nicht wirklich weichen. ich denke, es macht’s nur schlimmer. Sobald man ein Weg findet wie man Grenzen setzen kann oder wie man damit am besten umgeht, wird es leichter und ich würde es als Privileg empfinden wenn ich die Gabe hätte.

          Ja, so seh ich das auch. Religion / Institution ist wirklich von vielen Dogmen und Fundamentalismus durchzogen. Das brauch ich und will ich nicht in meinem Leben haben.

          Ja, das mach ich, versuche ich zumindest. Grade ist es besonders schwer. Irgendwie komm ich aus dem ganzen nicht mehr raus und es kommt immer wieder neuen Themen dazu.

          Danke, das freut mich. ☺️🫂

          1. Ich war früher auch in einer Diskussionsgruppe um zu lernen, doch das möchte ich nicht mehr.

            So seh ich das auch und auch ich würde es als Privileg empfinden.

            Bei der Religion sind wir uns definitiv einig.

            Es ist immer so schwierig, sich wieder aufzurappeln, grad wenn man sehr ausgelaugt ist. Ich kann das auch nicht ab, kaum kann ich atmen, kommt der nächste Mist daher.

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.