Cover Wednesday, Jugendbuch, Mythologie

Cover Wednesday #3

3 bis 13 Grad

Hallo du liebe Seele. Schön hast du dich auch heute wieder zu mir verirrt.

Heute ist wieder Cover Wednesday-Tag und dieses mal habe ich wieder ein Buch ausgewählt das ich vor einiger zeit, genauer gesagt, vor 13 Jahre gelesen habe. Also dann, bin gespannt wer von euch das Buch auch gelesen hat?


Zeige eine Cover, dessen Titel mit einem „B“ beginnt

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 Erschienen: Januar 11| Verlag: Bastei Lübbe | Genre: Mythologie | Seiten: 284
ISBN: 978-3833938450Preis: Vergriffen

Zur Geschichte

Hanna ist 16, und auf dem Weg in die Kleinstadt Portero, und zwar will sie ihre Mutter wieder sehen, die sie seit Baby an nicht mehr gesehen hat. Als sie vor der Tür steht versucht ihr Vater sie vor zu warnen, denn ihre Mutter ist leider nicht dass was man eine liebende Person nennt, sie hätte sie wohl sonst kaum einfach zurück gelassen. Doch Hanna will davon nichts hören und versucht dem Vater zu beweisen das sie es ändern kann, denn sie ist es leid allein zu sein, keine Freunde zu haben. Doch die väterliche Stimme in ihrem Kopf will einfach keine Ruhe geben und so tritt sie ein ins Haus der Mutter. . Leider scheint die Stimme im Kopf doch recht zu behalten denn ihre Mutter will sie auf der Stelle wieder zu ihre Tante zurück schicken, Hanna jedoch, lässt sich nicht so schnell abschieben. Dies alles hat sie so satt und geht mit ihrer Mutter einen Deal ein, diese nimmt an, in der Überzeugung dass ihre Tochter versagen wird und darauf wieder aus ihrem Leben verschwindet.

Hanna trifft auf eine Welt in der sie nicht mehr alleine ist, nicht mehr zu den verrückten und gestörten zählt, sie ist eine von Vielen, denn in der Kleinstadt gehen seltsame Dinge vor und da fällt gar nicht auf das sie selber Halluzinationen, sie eine Bipolare-Störung hat, und so kämpft sie um alles was ihr Lieb ist. Um die Liebe der Mutter, um die Liebe zu einem Jungen und auf eine Heimat wo sie sich nicht mehr fremd vor kommt.

Der Lkw-Fahrer liess mich am falschen Ende der Strasse raus.

Erster Satz

Meine Meinung

Titel & Cover: Titel passt zwar schon irgendwie, nicht nur dass er zum Cover passt sondern auch zur Protagonistin, aber der ursprüngliche Titel „Die andere Seite des Wahnsinns“ hätte doch mehr über die Geschichte aus gesagt. Das Cover ist einfach wunderschön, nicht nur weil Lila meine Farbe ist, sondern es ist dezent, verspielt, romantisch und ein Hauch Erotik spielt mit.

Schreibstil: Locker, wie es halt bei jugendlichen so üblich ist, so werden sich diese, die sich entscheiden dieses Buch zu lesen, auch schnell rein finden. Es ist einfach aber dennoch sehr spannend geschrieben und man bleibt vom Anfang bis zum Schluss dran und will einfach nichts verpassen.

Geschichte: Wie könnte man die nur am besten beschreiben? Schräg, abgedreht, wahnsinnig? Also mit Sicherheit ist es keine alltägliche Geschichte. Es ist eine Mischung aus Fantasy und Drama. Denn das Mädel könnte durchaus real sein, ausser eben in die Welt die sie eintaucht. In der Geschichte ist sie aber eben real und nicht nur ein Teil ihrer Störung. Eine Geschichte um ein Mädel das sich mit einer Bipolaren-Störung rum quälen muss und immer auf der Suche nach der Wahrheit ist. Nur lernt sie schnell das „Wahrheit“ eben etwas vielschichitger ist als sie es bisher angenommen hat. Es gibt eben Monster nicht nur in ihrer Fanatsy, auch ihr Vater ist ein echter Geist und existiert nicht nur als Stimme im Kopf, genau wie so manches andere.

Personen: Hanna, das gestörte Mädchen ist auf der Suche nach Liebe, als aller erstes. Sie ist sehr fordernd, sie hat ihre Emotionen meist nicht so im Griff, was eben eine Bipolare-Störung mit sich bring, aber sie ist eine überaus starke Kämpferin, wenn sie sich mal was in den Kopf gesetzt hat, dann zieht sie es durch. Auch wenn sie Gefahr läuft etwas dafür opfern zu müssen. Rosalie, Hannas Mutter, ist kalt, lieblos und abweisend. Doch ist es nur ein Schutz, denn Angst ist so was starkes, Angst kann lähmen und dass kann Rosalie doch nicht zu lassen. Wer zu sehr liebt verliert am Ende doch alles. Wayett, der 17 jährige Junge, der so anders ist als die anderen die Hanna bis jetzt gekannt hat, der aber selber seine Problem hat und sich genau so alleine fühlt wie Hanna. Er ist noch auf der Suche nach seiner eigenen Identität und findet sie vielleicht erst dann, wenn alles verloren ist.

Fazit

Kein herausragendes, aber sehr wohl ein sehr gutes Buch. Aber ich bezweifle Jugendliche mit 14 das Buch schon verstehen. Weil viel Botschaften einfach zwischen den Zeilen zu finden sind. Aber Spannend ist es, so oder so, wer also gerne verrücktes, spezielles oder vielleicht sogar was absonderliches mag, der sollte sich das Buch wirklich rein ziehen.


So, das war mein Beitrag zum heutigen Cover Wednestday von Mamenu. Wer gerne auch dabei sein will, einfach auf den Link klicken und schon kann’s los gehen.

Herzlich – Alexandra

15 Gedanken zu „Cover Wednesday #3“


  1. Hallo Alexandra

    Sorry das ich so spät schaue, aber ich hatte heute Spätschicht.Das Cover finde ich sehr schön, nur das Thema ist nicht so meins.

    Liebe Grüße

    Manuela

    1. Liebe Manuela,

      du brauchst dich doch nicht entschuldigen, hallo?! Alles gut 😉

      Aber schön hast du noch rein geguckt. Und ja, man mags, oder eben nicht.

      Auch dir liebe Grüsse

      Alexandra

    1. Hallo Babsi,

      Oh, das ist eine krasse Kombi, mein Sohn hat ADHS und das war und ist auch jetzt noch sehr anstrengend. gell, das Cover ist schön. Und ja, es ist ist definitiv nicht für jeden, ich mag eben solche Geschichten.

      Liebe Grüsse und schönen Abend.

      Alexandra

      1. Ja, das ist tatsächlich eine sehr krasse Kombi. 🙁 Wenn man nicht selbst davon betroffen ist (muss nicht persönlich sein, sondern auch „nur“ im Umfeld), dann denkt man bei ADHS immer nur an das Zappelphilipp-Syndrom. Was da alles dahintersteckt, wissen Außenstehende oft gar nicht. Ich finde das Wort „anstrengend“ manchmal hoffnungslos untertrieben – Streit und Konflikte stehen auf der Tagesordnung. Man darf sich selbst dabei nicht vergessen, sonst geht man gerne mit unter …..

        Du kennst es dann ja…..

        1. Ja, da hast du völlig recht, das wurde und wird ja auch heute noch so verkauft, aber es ist halt wie mit Depressionen, es steckt viel mehr dahinter als nur mal etwas traurig sein. In der Gesellschaft gibts da viele blinde flecken.

          Klar hat der Hype, auch von den Ärzten, die das immer sehr schnell diagnostizieren dazu beigetragen das es nicht wirklich ernst genommen wird, aber wer jemanden kennt oder selber betroffen ist, weiss das eben sehr viel mehr ist.

          Jep, „anstrengend“ wars wirklich aber wir kamen, sowohl mein Sohne natürlich, aber oft auch ich an meine Grenzen. Da sass ich dann nur noch am Boden und hab geheult, einfach weil ich nicht mehr weiter wusste.

          Ja, war keine einfache Zeit. Aber wir haben es beide überstanden, auch wenn er noch immer, mal mehr mal weniger damit zu kämpfen hat. Manche haben das Glück das es sich auswächst, aber oft es ist eben nicht der Fall. Mein Sohn ist jetzt 27, klar hat er auch gewisse Strategien entwickelt aber dennoch holt es ihn auch immer noch öfters ein. Oder grade jetzt, bei der Weiterbildung ist es halt anstrengend, 8 Stunden einfach da zu sitzen, zu zuhören und konzentriert zu bleiben.

          Ich wünsch das wirklich keinem.

          1. Betroffene Person ist nicht mein Sohn, aber so etwas wie mein Sohn. Er ist auch 27 und bei ihm wurde ADHS erst mit 25 diagnostiziert. Bis dahin wusste er gar nicht, was sein Problem ist. Da kam dann jetzt dieses Jahr noch die Diagnose der bipolaren Störung on Top. Wir mussten immer MONATE warten, bis wir einen Termin bei entsprechenden Fachärzten bekommen hatten, das hat die ganze Sache sehr erschwert.

            Ich wünsche Euch alles liebe !

            1. Das ist heftig, wobei, die frühe Diagnose bei meinem Sohn hat’s nicht wirklich einfacher gemacht. Denn da kam enormer Druck auf in den Schulen.

              Und bei uns, also früher, wars bei uns schon sehr viel besser. Da kannst du Anrufen und hast innert 1 oder 2 Wochen einen Thermin.

              heute, nach Corona, ist es nicht mehr ganz so einfach, weil’s viel mehr Menschen gibt die da psychische Probleme davon getragen haben. Aber hier musst du dennoch nicht so lange warten wie bei euch. zum Glück.

              Euch auch alles Gute, viel Kraft und Liebe!

                1. Ja, das ist eine enorm lange Zeit, da haben wir hier in der Schweiz echt noch Glück. Wobei es auch hier beginnt mit längeren Wartezeiten vor allem in der Kunder- und Jugendpsychiatrien. Aber das ist noch immer nicht annähernd so lange wir bei euch.


  2. Als Teenager hätte ich vielleicht dazu gegriffen. Gerade wenn man eh unsicher mit seiner Entwicklung ist und sich eh immer missverstanden fühlen. Bipolare Störungen habe ich mich nie so wirklich beschäftigt – ausser wenn es mal in Serien oder Filmen erwähnt wird.


    Das Cover sieht auf jeden Fall aber interessant aus.


    Liebe Grüsse

    1. N’Abend Rina,

      das Buch ist auch unter New Adult zu finden. Also ich finde es als Jugendbuch sicher nicht für jeden Teeni geeignet.

      Ich hab es mit 40 gelesen und ich fand es auf alle fälle nicht zu jugendlich. Aber eben, nicht jeder Erwachsene mag Jugendbücher.

      Liebe Grüsse

      Alexandra

      1. Hallo,
        Stimmt – ich bemerke bei mir, dass ich mit den Teeniedramen nicht mehr so viel anfangen kann. Als Erwachsene sind mir die echt zu banal…was ja nicht ist – ich erinnere mich noch an meine Dramen. Deswegen lese ich eher selten Jugendbücher.

        Liebe Grüsse

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