
Guten Tag meine liebe Seele,
hier flöckelts grade ganz leicht und es ist wirklich kalt. der Ausblich in die Ebene ist nicht grade so a mächelig. ❄️ Auf dem Uetliberg und auf dem Albis liegt Schnee! Tja, der Frühling macht halt ne Pause. Wie schaut das Wetter bei dir aus? Trotz allem hoffe ich das du gut in den Tag gestartet bist.
Heute möchte ich kurz über etwas sprechen, und ich verspreche, es wird heute einiges kürzer als die Beitrage davor zu dem Thema 😉
Heute möchte ich mal über etwas reden das mich immer wieder aufs neue stresst und ehrlich gesagt, auch wütend macht. Nicht nur weil die folgende Aussage, Ansicht, völlig ignorant ist. Sondern auch weil Menschen, die mir sowas um die Ohren hauen, in eine Verteidigungshaltung, in den Fight-Modus versetzt und mich so in eine Verteidigungshaltung zwingen.
Psychische Erkrankungen sind eine Frage des Mindestes
Ich verstehe schon das der „Normalo“ nicht viel Ahnung von solchen hat, ausser er kennt jemand der Betroffen ist und sich deswegen damit im besten Fall auseinander gesetzt hat. Wenn es eine Sache des Mindestes wäre, wären psychische Erkrankungen auch keine Erkrankung sondern ne reine Einstellungssache oder anders gesagt, Einbildung. Mich machen solche Aussagen immer sprachlos. Dazu kommt dann ein Gefühl von Versagen und Scham dazu. Ja, ich weiss es ist doof, denn ich weiss ja das es anders ist. Und doch reagiert mein Körper, mein Nervensystem heftigst auf diese oder ähnliche Aussagen.
Psychische Krankheiten sind Erkrankungen die unser Gehirn befallen. Und nur so zur Erinnerungen, unser Gehirn ist das Organ, das alles steuert! Forschungen haben dank der neuen Bildgebende Verfahren mehr dazugelernt und können es jetzt sogar bildlich darstellen. Und das hilft auch sehr beim verstehen solcher Erkrankungen.
Bildgebende Verfahren die dazu verwendet werden:
Magnetresonanztomographie (MRT) für anatomische Details, die funktionelle MRT (fMRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Darstellung von Aktivität, sowie EEG/MEG zur Messung elektrischer Hirnströme
Man kann also psychische Erkrankungen Bildlich darstellen.
Das sind Hirnscans von einem Menschen der gesund ist, und jemandem der an einer Depression leidet. Man sieht deutliche unterschiede bei der Hirnaktivität. Bei dem depressiven ist diese extrem verringert. Solche Bildgebende Verfahren liefern wertvolle Hinweise und Erkenntnisse.
Achtung! Die abgebildeten Scans sind beispielhaft und dienen zur Veranschaulichung. Solche Gehirnaufnahmen können je nach Person und Technik unterschiedlich aussehen und stellen keine allgemeingültige Diagnosebasis dar!
Depression im Gehirn (stark vereinfacht)
- Der präfrontakle Cortex ist wenige aktiv, was Denken, Entscheiden und Aufraffen schwerer macht.
- Die Amygdala ist zuständig für emotionale Verarbeitung und reagiert oft unter- oder überempfindlich. Daher spüren Betroffene oft meist gar nichts oder zu viel.
- Wichtige Netzwerke im Gehirn sind schlecht verknüpft, wodurch Grübeln verstärkt, Motivation gelähmt und Erholung erschwert wird.
Und noch ein Gehirn mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung…
Auch bei einer (k)PTBS zeigt das Bildgebende Verfahren eine deutliche Veränderung der Hirnaktivität in den vier zentralen Hirnregionen zu erkennen.
Achtung! Auch hier gilt – Die abgebildeten Scans sind beispielhaft und dienen zur Veranschaulichung. Solche Gehirnaufnahmen können je nach Person und Technik unterschiedlich aussehen und stellen keine allgemeingültige Diagnosebasis dar!
(k)PTBS im Gehirn (stark vereinfacht!)
- Die Amygdala ist überaktiv, wodurch das Gehirn ständig nach Gefahr scannt. Selbst harmlose Reize können sich bedrohlich anfühlen.
- Der Hippocampus hilft eigentlich dabei zu erkennen, das etwas in der Vergangenheit passiert ist. Leidet ein Mensch an einer (k)PTBS funktioniert das schlechter; dadurch fühlen sich z.B. Flashbacks real und gegenwärtig an.
- Bestimmte Verbindungen im Gehirn (weisse Substanz) sind geschwächt, d.h. Vernunft & Gefühl kommunizieren dadurch schlechter miteinander.
- Eine übermässige Myelinisierung (lebenslange Prozess, bei dem Gliazellen (Oligodendrozyten im ZNS, Schwann-Zellen im PNS) Axone von Nervenzellen mit Myelin umhüllen, um eine isolierende Schicht zu bilden) in bestimmten Regionen könnte dazu führen, dass das Gehirn weniger flexibel reagiert und Gefühle länger „steckenbleiben“ bzw. die Beruhigung fällt schwer.
Wer mehr darüber wissen will kann das hier nachlesen…
Wie du sehen kannst, sind solche Erkrankungen weder eine Sache des Mindeset’s, noch Einbildung! Im Gehirn laufen nachweislich andere Prozesse ab!
Das betrifft z. B.
Die Botenstoffe, die für Reizverarbeitung und die Verbindung wichtiger Hirnbereiche zuständig sind und steuern.
Also was bedeutet das nun?
Wir Betroffenen können oft nicht so reagieren oder handeln, wie gesunde Menschen es tun, selbst wenn wir es wollen!

So, das wars also für diesen Donnerstag. ich hoffe es war spannend, auch für dich. Nun wünsch ich dir einen schönen Donnerstag, hoff du bleibst vom Schnee verschont.
Dann lesen wir uns morgen wieder zu den üblichen beiden Beiträgen.

