
Hallo du liebe Seele, schön schaust du rein. 🥰
Mein Tag begann langsam, nach der schmerzhaften Panikattacke gestern vor dem Zubettgehen gehen, war ich sehr ausgelaugt und erschöpft. So blieb ich noch etwas liegen und hab jetzt auch erst mal staub gesaugt und die Böden aufgewischt. Aber jetzt, jetzt freu ich mich auf die Kurzgeschichte. Ich hoffe dein Tagesstart war angenehmer als meiner?
Noch mal’s zu den Regeln
- Lies den Lückentext der Woche.
- Fülle die Lücken spontan oder überlegt – alles ist erlaubt.
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Ehrlich sein

Sony a7 II
Heute schreibe ich diese Zeilen in einem ganz besonderen emotionalen Gefühlszustand. Es ist einer dieser Augenblicke, in denen die Gefühle und das Denken plötzlich ehrlicher wird, als geplant.
Wie oft tun wir so, als wäre alles Mögliche völlig in Ordnung? Wie oft versteckt eine Frau ihre Angst, ihre Trauer und ja, vielleicht sogar ihre Hilflosigkeit und Wut hinter einem Lächeln? Und warum glaubt man eigentlich, dass Gefühle ein Problem, zu viel und lästig sind?
Gestern sagte meine Seelenschwester etwas zu mir, das mich nicht mehr loslässt: „Du musst nicht immer stark sein.“ Erst wollte ich ihr Partu widersprechen und ihr erklären das nicht alles immer so einfach ist wie es klingt. Denn im Leben, egal wann und mit wem ich zusammen war, hatte ich gelernt, dass Schwäche gefährlich sein kann.
Doch wenn ich ehrlich bin, sieht man mir meine Zweifel manchmal an der angespanngten Körperhaltung, an meinem gehetzten und ängstlichen Blick an. In solchen Situationen frage ich mich, ob andere wirklich merken, wie viel Unsicherheit in mir arbeitet.
Ist es wirklich eine Gefahr, Angst zu zeigen? Oder gehört genau das zum Überlebensmuster dazu? Noch immer weiß ich nicht auf jede Frage eine Antwort.
Vielleicht sollten wir aufhören, perfekt sein zu wollen. Vielleicht beginnt echtes (er)Leben genau dort, wo wir aufhören, uns zu verstecken.
Und jetzt bist du dran:
Wo versteckst Du deine Gefühle die dir selber Angst machen, von denen du denkst sie seien eine Last für andere?

Und wieder ist eine Kurzgeschichte geschrieben die ganz tief aus mir heraus lief. Auch wenn es nicht ganz so viel Spielraum hatte um all das zu schreiben was mir da durch den Kopf gegangen ist, aber ich denke die Essenz, ist erkennbar.
Du hast auch bei dieser tollen Aktion mit zu machen? Dann schau einfach Dienstags immer bei Mamenu vorbei, schnapp dir den Lückentext und schreib drauf los.
Heute lesen wir uns nicht mehr, denn ich schau im Moment wirklich nicht sehr viel und somit bin ich immer noch bei White Collar. Ich hoff aber das ich bald mal was neues anfangen werde, so das ich auch wieder mal mit machen kann. Bis morgen dann zum Cover Wednesday 😉
Vielen Dank für deine schönen Gedanken.
Gerne doch ☺️
Sehr passend, nach deiner Panikattacke. Ja – gerade wir Frauen verstecken immer soviel. Wir müssen laufen, funktionieren, stark sein. Aber ich hab tatsächlich einen Beitrag von einem Mönch auf Insta gesehen, da kam das gerade dran.
Ja, die hat mich wohl auch zu dem Text beflügelt. Aber ja, ich weiss, müssen tun wir gar nichts, nur sterben. Aber wie ich schon bei dir gesagt habe, Wass, wenn nichts anderes übrig bleibt als stark zu sein, ausser die Option unterzugehen? Um nicht immer stark zu sein braucht es ein sicherer Rahmen, Beziehung, Umgebung, Situation, Menschen… was auch immer, wenn das fehlt…
Liebe Grüsse
Alexandra
Gerade wir Frauen werden doch auf Stark-Sein getrimmt. Wenn wir nicht funktionieren, dann haben wir versagt. Ich hab mal auf Insta einen Beitrag einer Mutter gesehen, die hat erzählt – ach ich finde das Video nicht – die hat soviel veröffentlicht
Also sie war beim Ikea – und hat einen Vater beobachtet, dessen kleines Kind in einem der Betten geschlafen hat. Sehr süss. Die Leute fanden das auch alle sehr süss. Dann überlegt sie und fragt sich, wenn sie als Mutter das getan hätte, hätten die Leute das auch so wohlwollend hingenommen, oder hätten sie sie doch eher als Faul und Rabenmutter gesehen, weil sie ihr müdes Kind nicht mit sich herum getragen hat…also so in Kurzform.
Ich will damit nur sagen – von uns Frauen wird viel mehr erwartet. Das ist enormer Druck.
Ja, das ist leider so.
Interessanter Gedanke. Also bei mir wär das sicher nicht drauf an gekommen. Aber ich weiss was du meinst und die Frage ist da sicher berechtigt.
Aber ehrlich? Viele Frauen machen sich den Druck auch selber oder haben sich da hinein manövriert mit dem ewigen Kampf gleich sein zu wollen wie der Mann.
Das stimmt auch wieder. Aber da ist auch immer wieder die Frage nach dem Huhn und dem Ei. War erst der Mann unfähig und die Frau war dann „gezwungen“ den Part auch einzunehmen, oder ha die Frau den Mann verdrängt und er hat sie dann einfach machen lassen. Hm?
ehrlich? Ist es wichtig, für jetzt, was zuerst da war? Also das Huhn oder das Ei? Ich denke nicht, denn wichtiger wäre es diesen Kampf zu beenden und zu erkennen das dieser Kampf nicht dahin führt wo er uns gesagt hat wo es hinführen würde. Denn es wird so viel in das selbe Thema geschmissen. Versteh mich nicht falsch, ich bin 100% für Gleichberechtigung, was Arbeit und Lohn angeht, das vor dem Gesetz beide gleich sind und so weiter. Was aber nicht heisst das man all die Unzufriedenheit die Frau heute empfindet den gesamten Männerwelt in die Schuhe schiebt. Anstatt die Schuld hin und her schieben wär erwachsenes Verhalten und Bewusstsein ,das erkennen was falsch läuft, dass Männer, aber eben auch die Frauen ihre Verantwortung wahrnimmt und erkennt wie viel sie dazu beiträgt. Aber so viele Frauen sind so voller Hass dem Mann gegenüber. Dazu so ideologisch verblendet.
Erst ist es wichtig zu erkennen was da abläuft und das man Selbstverantwortung wieder hoch schreiben sollte, dann kann man an die Aufarbeitung gehen und genauer schauen wo wir falsch abgebogen sind.
Da bin ich voll bei dir. Gleichberechtigung für gleiche Arbeit – auf jeden Fall. Aber ich muss nicht Mann spielen. Ich kann schon vieles alleine, aber das mache ich auch wirklich nur, wenn ich nicht anders kann. Ich will auch meinen Mann nicht kastrieren.
Der Hass dem Mann gegenüber ist vielleicht auch gewollt. Familienbunde werden gar nicht mehr so gern gesehen. Die Frau ist gezwungen arbeiten zu gehen, statt bei der Familie zu bleiben. Der Mann honoriert das nicht – das ist so alt wie die Zeit – aber heute durch Social Media wird das sehr aufgebauscht.
Das hast du schön gesagt, dem mann will ja auch gebraucht werden und wert geschätzt, wie Frauen ja auch, aber für Dinge die uns ausmacht.
Ja klar, ich kann. auch vieles alleine aber ehrlich, ich find es schön wenn ich Dinge an meinen Mann / Freund abgeben kann. Erstens kann er gewisse Dinge besser als ich, 2. hab ich so mehr Zeit zum lesen 📖 😂 ne Im ernst…
Und ja klar ist das gewollt, und Frau merkt es nicht mal. Sie tut sich keinen gefallen damit, aber die Zerstörung der Familie, der Werte hat in den 50er angefangen. Und nun stehen wir vor einem Scherbenhaufen.
Ja – genau. Ich kann die Entwicklung schon bisschen nachvollziehen. Hab da auch schon mit meinem Mann diskutiert. Warum die Frau „ausgebrochen“ ist. Im Krieg haben sie gezeigt bekommen, was sie in der Lage sind zu leisten. Sie haben Geld verdient und waren nicht abhängig von Haushaltsgeld. Sie wurden gefordert. Da wurde es gesät.
Ich mag es auch gerne, wenn ich meinen Mann etwas machen lassen kann. Auch, dass er hinter mir, oder auch mal vor mir steht, wenn ich mich unwohl fühle. Er soll mich auch beschützen.
Und als Frau muss man das auch zulassen. Ist nicht leicht, weil wir einfach auch anders erzogen wurden.