📅 7. August 2023
🌦️ Wo bleibt nur der Sommer, 10-17 °C
Hallo du liebe Seele 🤍
Ich hoffe, du hattest ein entspanntes Wochenende und seid gut in die neue Woche gestartet?
Hier ging es damals mit dem Wetter so weiter, wie es die vergangenen Wochen war: nass und kalt. Tja, Hochsommer, wo bist du? 🙄
Denn wir befinden uns mitten in den Hundstagen. Davon war damals allerdings wettertechnisch nicht besonders viel zu merken.
Aber Hundstage? Wie bitte was?
Was sind eigentlich die Hundstage?
Die Hundstage werden traditionell vom 23. Juli bis zum 23. August gerechnet. Ihren Namen verdanken sie dem Stern Sirius, dem sogenannten Hundsstern. Sirius gehört zum Sternbild Grosser Hund und ist mit etwa 8,5 Lichtjahren Entfernung einer der uns von der Erde aus am nächsten gelegenen Sterne.
In der Antike glaubten die Menschen, dass die Sterne und ihre Konstellationen Einfluss auf das Wetter hätten. Die alten Griechen beispielsweise brachten das Erscheinen des Sirius mit den grossen Hitzewellen in Verbindung, die damals Athener wie Spartaner zu schaffen machten.
Auch für die alten Ägypter war Sirius ein wichtiges Zeichen. Wenn der Stern nach seiner Zeit der Unsichtbarkeit erstmals wieder am Morgenhimmel erschien, kündigte dies die bevorstehende Regenzeit und damit die Nilflut an. Die Überschwemmung des Nils war für die Menschen von enormer Bedeutung, denn mit dem Wasser kam fruchtbarer, schwarzer Schlamm, der die Felder nährte und damit eine gute Ernte ermöglichte.
Der Zusammenhang zwischen Sirius und den Hundstagen ist also schon sehr alt.
Während der Hundsstern in der Antike zu einem anderen Zeitpunkt am Morgenhimmel sichtbar wurde, hat sich dieser Zeitpunkt im Laufe der Jahrtausende verschoben. Das hängt mit der sogenannten Präzession zusammen. Dabei verändert die Erdachse über einen sehr langen Zeitraum ihre Ausrichtung. Dadurch verschiebt sich auch der Zeitpunkt, zu dem bestimmte Sterne im Jahresverlauf wieder am Himmel erscheinen

Warum sind die Hundstage so heiss?
Häufig, aber eben nicht immer, sind die Hundstage in Mitteleuropa besonders warm. Hochsommer, wie man bei uns so schön sagt. Dann steigen die Temperaturen gerne über 30 Grad und auch die ein oder andere Tropennacht kann dabei sein.
Heute wissen wir allerdings, dass Sirius nichts mit unseren Hitzewellen zu tun hat. 😄
Unser Wetter entsteht durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren. Dazu gehören unter anderem die Sonneneinstrahlung, Luftmassen sowie Hoch- und Tiefdruckgebiete. Gerade im Hochsommer kann beispielsweise das Azorenhoch warme subtropische Luft nach Mitteleuropa bringen. 🥵
Das erklärt auch, warum die Hundstage nicht jedes Jahr ihrem Ruf gerecht werden.
Und genau das kann man manchmal wunderbar beobachten.
In diesem Jahr hatten es die Hundstage nämlich mehr als schwer. Pünktlich zu den Sommerferien schlug das Wetter um. Statt Hochsommer gab es kühle Temperaturen, Regen und immer wieder mässigen bis starken Wind. Die Temperaturen erinnerten teilweise eher an April oder Herbst als an Hochsommer.
Da kann man sich schon fragen: Hundstage? Wo seid ihr denn? 🙄

Natürlich kann sich das Wetter noch ändern. Die Hundstage dauern schliesslich bis zum 23. August. Und wer weiss, vielleicht überrascht uns der Sommer ja doch noch.
Aber eines finde ich an solchen alten Bezeichnungen besonders spannend: Sie erzählen uns auch etwas darüber, wie die Menschen früher versucht haben, ihre Welt zu verstehen.
Sie beobachteten den Himmel, das Wetter, die Natur und suchten nach Zusammenhängen. Dass wir heute manches anders erklären können, macht diese alten Geschichten für mich nicht weniger interessant.
Im Gegenteil.
Ich finde es faszinierend, wie viel Wissen und Beobachtung hinter solchen Begriffen steckt, die wir heute ganz selbstverständlich benutzen.
Also: Wenn jemand von Hundstagen spricht, geht es nicht um besonders heisse Tage, weil irgendwo ein Hund herumliegt. 😂
Es geht um Sirius, den Hundsstern, um alte Himmelsbeobachtungen und um eine Zeit des Jahres, die traditionell mit grosser Sommerhitze verbunden wird.
Ob die Hundstage ihrem Ruf tatsächlich gerecht werden, bleibt allerdings jedes Jahr eine kleine Überraschung.
Dieses Jahr jedenfalls haben sie bei uns noch einiges gutzumachen. 😜☀️
Nun bleibt mir nur noch, euch schöne und hoffentlich bald wieder wärmere Sommertage zu wünschen.
Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

Hallo liebe Alexandra,
ein äußerst spannender und interessanter Text, sehr lehrreich und informativ. Ich denke, es gibt viele Tage und Bauernregeln von denen wir heute gar nicht mehr wissen, woher sie eigentlich kommen und warum sie lange Zeit gültig waren.
Zum Wetter im Allgemeinen. Es ist schon spannend. Ich bin kein Fan der ganz großen Hitze und der viel zu heißen Tage, aber 15 Grad im August, das ist dann schon etwas sehr speziell. Gab es allerdings irgendwie trotzdem alles schon mal. Ich erinnere mich an ein Jahr, da war der Mai derart heiß und schwül, dass alle dachte, es käme der Jahrhundert-Sommer. Es kam allerdings nur die Regenwelle in Dauerschleife.
Wie immer schön und mir eine Freude auf deinem Blog zu lesen! Lass es dir gut gehen und etwas Sonne in deinen Herz scheinen. Einen kühlen Kopf brauche ich dir bei dem Wetter ja nicht wünschen, den hast du schon ganz automatisch.
Alles Liebe,
Giannis
Einen schönen Tag lieber Giannis
Danke dir, freut mich das du ihn interessant fandest. Und ja, das hast du völlig recht. Ich schau mir die immer mal wieder gerne an, also die Bauernregeln zum Beispiel oder die Wetteraufzeichnungen (Almanach), denn da sieht man ganz gut das es schon immer ein Auf und ab gab, auch „Extreme“ gab es schon immer. Die Hysterie ist ein völliger Witz.
Ach ja, an solche Jahre kann ich mich auch erinnern, ganz besonders an einen vor einigen Jahren, da gingen meine Kids noch zu Schule. Da war das Wetter wie dieses Jahr, also was den Sommer betraf. bis zu den Sommerferien super schön und kaum begannen die Sommerferien hat’s 5 oder gar 6 Wochen durchgeregnet! So ist es halt.
Doch, ich liebe es heiss. Eine Kundin meinte mal zu mir, sie aus Ägypten, ich sei ein Wüstenkind. Eben weil ich es liebe wenn es sehr warm ist. Viel viel lieber als kalt.Alles unter 10 Grad geht gar nicht. Da geh ich kaum mehr raus. Und Winter… vergiss es.
Danke dir, gleichfalls, schau auch gleich mal bei dir vorbei. Eigentlich wollte ich noch ein Beitrag schreiben aber hab den Kopf heute nicht dazu.
Alles Liebe
Alexandra