Wenn es kein Davor gibt, zu dem ich zurückkehren kann.
📅 15. Oktober 2026
🌥️ Heute ist mein Herz stiller, 9-20 °C
Hallo du liebe Seele 🤍
Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mir selbst manchmal echt schwerfällt, genauer hinzusehen.
Warum? Weil es schmerzhaft ist. Ja, mehr als manch anderes Thema rund um meine kPTBS. Warum das so ist, versuche ich hier einmal aufzuschreiben. Denn in letzter Zeit beschäftigt mich das sehr.
Eine Frage, die ich auch schon in der Therapie gestellt habe, ist:
Wer bin ich eigentlich – jenseits meiner Verletzungen und Prägungen?
Vielleicht kennst du diesen Gedanken. Du beschäftigst dich mit dir selbst, lernst deine Verhaltensweisen besser kennen und beginnst zu verstehen, warum du in bestimmten Situationen so reagierst, wie du eben reagierst. Und plötzlich bekommen Dinge, die du immer für einen festen Bestandteil deiner Persönlichkeit gehalten hast, eine ganz neue Bedeutung.
Mich hat das unglaublich verunsichert und schockiert. Warum? Weil ich mich dadurch einmal mehr selbst infrage gestellt habe.
Und dann stehst du vor einer Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist: Was davon bin denn nun eigentlich ich? Und was habe ich gelernt, weil ich es einmal gebraucht habe?
Wenn es kein Davor gibt
Bei manchen Menschen lässt sich vielleicht ein bestimmter Zeitpunkt benennen, an dem sich ihr Leben verändert hat. Ein Ereignis, nach dem nichts mehr so war wie vorher. Beispielsweise ein schwerer Unfall oder ein anderes traumatisches Erlebnis.
Bei einem Kindheits- oder Entwicklungstrauma und bei traumatischen Erfahrungen im Bereich der Bindung ist das oft anders. Die Prägungen entstehen nicht unbedingt durch ein einzelnes Ereignis. Sie können sich über eine lange Zeit entwickeln, manchmal so früh, dass es gar keine bewusste Erinnerung an ein Leben ohne diese Erfahrungen gibt.
Bei mir liegt genau darin eine besondere Schwierigkeit.
Ich kann nicht einfach zurückblicken und sagen: So war ich früher. Und so bin ich geworden.
Ich kenne mich nicht als die Person, die ich vor meinen Prägungen war. Es gibt kein klares Davor, mit dem ich mein heutiges Ich vergleichen könnte.
Wie soll ich also herausfinden, welche Eigenschaften zu mir gehören und welche sich möglicherweise entwickelt haben, weil ich mich an meine Umgebung anpassen musste?
Eine einfache Antwort darauf habe ich nicht.
Und manchmal frage ich mich, ob es mir leichter fallen würde, mich selbst zu verstehen, wenn ich mehr Erinnerungen an meine Kindheit hätte.
Im Alltag fällt mir das Fehlen vieler Erinnerungen nicht unbedingt ständig auf. Aber manchmal reicht ein ganz gewöhnliches Gespräch, um mich daran zu erinnern.
Wenn Menschen von ihrer Kindheit erzählen, gemeinsam in Erinnerungen schwelgen oder sich an kleine Begebenheiten erinnern, die sie bis heute begleiten, werde ich traurig.
Ich höre dann einfach zu und denke mir: Wow. Wie muss das sein, sich an solche Dinge erinnern zu können?
Wie muss es sein, auf die eigene Kindheit zurückblicken zu können und nicht nur zu wissen, dass man einmal ein Kind war, sondern sich auch an Erlebnisse aus dieser Zeit zu erinnern?
In solchen Momenten merke ich, dass ich mich an diesen Gesprächen nicht auf dieselbe Weise beteiligen kann. Andere teilen ihre Erinnerungen miteinander, während ich einfach zuhöre.
Vielleicht ist es nicht nur die Erinnerung selbst, die mir fehlt. Vielleicht ist es auch dieses Gefühl, auf die eigene Geschichte zurückgreifen zu können, um sich selbst ein Stück besser zu verstehen.
Ich kann nicht einfach mein heutiges Ich mit dem Kind vergleichen, das ich einmal war, und nachsehen, was sich verändert hat.
Und manchmal macht mich das einfach traurig.
Wenn eine vermeintliche Eigenschaft eine andere Seite bekommt
Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben ist meine Neugier.
Ich wollte schon immer verstehen. Ich wollte wissen, warum Dinge so sind, wie sie sind. Ich wollte Zusammenhänge erkennen und Dinge gedanklich einordnen können. Ich wollte und will auch heute noch verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln.
Das gehörte für mich einfach zu mir.
In der Therapie habe ich aber begonnen, meine Neugier aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Vor allem deshalb, weil mein Bedürfnis, Dinge zu verstehen, manchmal schon fast zwanghaft ist.
Dabei wurde mir klar, dass mein Wunsch, alles verstehen zu wollen, möglicherweise mehr als eine Seite hat.
Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich als Kind versucht habe, eine Welt zu verstehen, die für mich nicht immer verständlich und nicht kontrollierbar war.
Wenn ich nachvollziehen kann, warum etwas geschieht oder warum sich jemand so verhält, wie er es tut, kann ich es besser einordnen. Wenn ich Zusammenhänge erkenne, wird etwas greifbarer. Ich bekomme zumindest das Gefühl, ein wenig Kontrolle darüber zu haben.
Und wenn ich etwas nicht verstehe, kann Unsicherheit entstehen.
Bis heute möchte ich vieles verstehen. Ich will es nicht nur wissen, ich möchte begreifen, wie etwas zusammenhängt. Manchmal fällt es mir schwer, etwas einfach stehen zu lassen, ohne eine Erklärung dafür zu haben.
Dabei merke ich selbst, dass es ganz auf das Thema ankommt. Nicht jedes Nichtwissen fühlt sich gleich an. Manches macht mich neugierig, anderes verunsichert mich oder macht mir sogar Angst und hinterlässt mich hilflos.
Und genau das finde ich spannend: Eine Eigenschaft, die ich immer als selbstverständlich zu mir gehörend betrachtet habe, kann offenbar auch eine Funktion haben, die ich früher gar nicht erkannt habe.
Aber bedeutet das nun, dass meine Neugier gar nicht wirklich meine Neugier ist?
Nein. So einfach ist es vermutlich eben auch nicht.
Wenn das eigene Selbstbild ins Wanken gerät
Was mich an dieser Erkenntnis so erschüttert hat, war nicht allein die Tatsache, dass meine Neugier möglicherweise auch eine Schutzstrategie ist.
Es war das, was danach in meinem Kopf passiert ist.
Wenn das schon eine Schutzstrategie ist, welche gibt es dann noch, die ich bisher gar nicht erkannt habe? Wie viele Dinge an mir habe ich vielleicht immer für selbstverständlich gehalten, ohne zu wissen, dass sie noch eine andere Seite haben?
Und plötzlich war da diese viel grössere Frage: Zu wem macht mich das alles eigentlich? Wer bin ich, wenn ich all diese Schutzstrategien, Muster und Prägungen einmal gedanklich wegnehme?
Ich glaube, genau da bin ich in eine Art Identitätskrise geraten. Nicht, weil ich plötzlich gar nichts mehr über mich wusste. Sondern weil das, was ich über mich zu wissen glaubte, auf einmal nicht mehr so eindeutig war.
Es war, als hätte ich begonnen, an den Grundfesten meines eigenen Selbstbildes zu rütteln.

Und je mehr ich verstehen wollte, desto mehr Fragen tauchten auf.
Ich wollte Antworten. Aber jede neue Erkenntnis schien gleichzeitig die nächste Frage mitzubringen.
Muss ich alles infrage stellen, was mich ausmacht?
Ich glaube, hier liegt eine der Schwierigkeiten bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Prägungen.
Wenn ich erkenne, dass ein Verhalten möglicherweise einmal einen bestimmten Zweck erfüllt hat, kann ich plötzlich anfangen, meine ganze Persönlichkeit zu hinterfragen.
Bin ich wirklich hilfsbereit, oder habe ich gelernt, es anderen einfach recht zu machen?
Bin ich gerne für andere da, oder habe ich Angst vor Konfrontation?
Möchte ich Dinge verstehen, weil ich neugierig bin, oder weil mich Ungewissheit verunsichert?
Und wenn beides zutrifft? Was dann?
Muss ich für jede Eigenschaft eine einzige Erklärung finden?
Mein Inneres sagt: JA!
Aber warum eigentlich? Weil mich das schon wieder verunsichert, wenn es nicht eindeutig ist.
Meine Therapeutin meinte es eigentlich nur gut, als sie dieses Thema aufgemacht hat. Trotzdem hat es in mir beinahe eine Sinnkrise ausgelöst.
Sie hat mir dann erklärt, dass ein Verhalten verschiedene Seiten haben kann. Es kann zu unseren Stärken gehören und uns gleichzeitig in bestimmten Situationen schützen. Es kann uns Freude machen und uns manchmal trotzdem unter Druck setzen.
Dass etwas möglicherweise aus einer schwierigen Erfahrung entstanden ist, macht es nicht automatisch falsch oder schlecht. Und es bedeutet auch nicht, dass es deshalb nicht mehr zu uns gehören darf.
Meine Neugier muss nicht verschwinden, nur weil ich erkenne, dass mein Bedürfnis nach Verständnis manchmal auch mit Unsicherheit zu tun haben könnte.
Ich darf neugierig bleiben. Ich darf weiterhin Fragen stellen und Zusammenhänge erkennen wollen.
Vielleicht darf ich aber auch lernen, dass ich nicht immer alles verstehen muss, um mich sicher genug zu fühlen.
Das eine schliesst das andere nicht aus.
Aber genau das fällt mir unglaublich schwer.
Wer wäre ich ohne meine Prägungen?
Diese Frage klingt zunächst logisch. Wenn ich herausfinden möchte, was meine Prägungen mit mir gemacht haben, könnte ich doch versuchen, mir vorzustellen, wer ich ohne sie wäre.
Nur: Woher soll ich das denn bitte wissen?
Ich kann nicht in ein alternatives Leben schauen, in dem ich andere Erfahrungen gemacht hätte. Ich kann nicht vergleichen, wie sich meine Persönlichkeit unter anderen Bedingungen entwickelt hätte.
Vielleicht wäre ich genauso neugierig. Vielleicht hätte sich meine Neugier anders entwickelt. Vielleicht wären manche Eigenschaften stärker ausgeprägt, andere weniger.
Ich weiss es nicht.
Und vielleicht muss ich es auch gar nicht wissen.
Denn die Vorstellung, irgendwo in mir gäbe es ein völlig unverändertes, ursprüngliches Ich, das ich nur von all meinen Prägungen befreien muss, setzt mich schon wieder unter Druck.
Als müsste ich mich nur lange genug analysieren, um irgendwann die eine richtige Antwort zu finden.
Aber ich bin nicht nur das, was mir passiert ist. Ich bin auch nicht unabhängig davon entstanden.
Meine Erfahrungen gehören zu meiner Geschichte. Sie haben mich beeinflusst, und manche ihrer Spuren begleiten mich bis heute. Gleichzeitig bin ich mehr als diese Erfahrungen und mehr als die Strategien, die ich im Laufe meines Lebens entwickelt habe.
Beides darf nebeneinanderstehen.
Mich selbst kennenlernen, statt mich auseinanderzunehmen
Vielleicht geht es bei der Suche nach dem eigenen Ich gar nicht darum, jede Eigenschaft eindeutig einer Schublade zuzuordnen.
Vielleicht darf ich stattdessen genauer hinschauen.
Was macht mir Freude?
Was tue ich aus eigenem Interesse?
Wann fühle ich mich frei, etwas zu tun, und wann habe ich das Gefühl, ich müsse es tun?
Was gibt mir Kraft? Und was kostet mich Kraft, obwohl es von aussen vielleicht wie eine meiner Stärken aussieht?
Nicht jede Frage wird sofort eine Antwort haben. Manche Zusammenhänge erkenne ich vielleicht erst viel später. Und manche Dinge werde ich womöglich nie vollständig auflösen können.
Das muss kein Scheitern sein.
Ja, ich weiss. Und doch fühlt es sich für mich manchmal so an.
Ich darf etwas an mir mögen, auch wenn ich seine Entstehung nicht vollständig verstehe. Ich darf eine Verhaltensweise behalten, die mir guttut, und gleichzeitig lernen, sie nicht mehr in jeder Situation zu brauchen.
Und ich darf mich verändern, ohne damit die Person abzuwerten, die ich bisher war.
Denn ich muss nicht erst herausfinden, welcher Teil von mir wirklich echt ist, bevor ich mir selbst vertrauen darf.
Schön gesagt …
Aber HAHAHA! Meine innere Richterin meinte gerade: Bist du dir sicher, dass du das darfst?
Tja. Da wäre sie wieder, die nächste Frage. 🙈
Wenn ich Angst habe, irgendwann zu viel zu sein
Wenn ich ehrlich bin, steckt hinter meinem Wunsch, heiler zu werden, noch etwas anderes.
Ich habe Angst, anderen mit meinen Ängsten, meinen Panikattacken und meinen Selbstzweifeln irgendwann zu viel zu werden.
Dass ich sie nicht nur überfordere, sondern ihnen mit der Zeit auch auf die Nerven gehe. Dass sie irgendwann müde davon sind, dass bestimmte Dinge für mich schwierig sind. Dass irgendwann der Punkt kommt, an dem sie sagen: Jetzt reicht es. Und dass sie mich verlassen.
Vielleicht erklärt das auch, warum ich so viel über mich nachdenke. Warum ich versuche, meine Verhaltensweisen zu verstehen, meine Muster zu erkennen und Dinge zu verändern.
Natürlich möchte ich auch für mich selbst besser durchs Leben kommen. Ich möchte weniger Angst haben, freier sein und mich nicht von allem so schnell aus der Bahn werfen lassen.
Aber wenn ich ganz ehrlich bin, geht es manchmal auch darum, für andere nicht zu anstrengend zu sein.
Als müsste ich nur noch ein bisschen heiler werden, damit es leichter ist, mit mir zusammen zu sein.
Und während ich das schreibe, frage ich mich: Wann wäre ich denn heiler genug?
Wann hätte ich genug an mir gearbeitet? Wann wären meine Ängste klein genug, meine Reaktionen verständlich genug und meine Selbstzweifel selten genug, damit ich endlich aufhören dürfte, mich selbst ständig infrage zu stellen?
Ich lebe schon so lange mit diesen Schwierigkeiten. Und ich habe in den vergangenen Jahren durchaus Fortschritte gemacht. Es gibt Dinge, die ich heute wage, an die ich mich vor drei Jahren noch nicht herangetraut hätte.
Auch durch meinen Freund bin ich mutiger geworden.
Nicht perfekt. Nicht immer. Aber ich wage mehr.
Und trotzdem gibt es Dinge, die mich immer wieder einholen.
Jetzt kommt beispielsweise die kalte Jahreszeit. Am liebsten würde ich mich manchmal einfach nur drinnen verkriechen. Mich zurückziehen, meine Ruhe haben und möglichst wenig von der Welt mitbekommen.
Wäre ich allein, könnte ich das viel unbeschwerter tun. Ich müsste mir keine Gedanken darüber machen, ob sich jemand daran stört, ob mein Verhalten seltsam wirkt oder ob jemand versteht, warum ich mich gerade zurückziehen möchte.
Aber wenn andere Menschen mit im Spiel sind, ist es nicht mehr ganz so einfach.
Dann geht es nicht nur darum, was ich gerade brauche. Dann kommt auch die Frage dazu, wie mein Bedürfnis bei anderen ankommt und ob es verstanden und akzeptiert wird.
Und plötzlich ist da wieder etwas, worüber ich nachdenken muss. Etwas, das ich erklären möchte. Etwas, bei dem ich vielleicht befürchte, ein falsches Bild von mir zu vermitteln.
Es geht nicht nur darum, dass ich mich erklären muss. Es geht auch darum, dass ich selbst dann, wenn ich versuche zu erklären, warum ich etwas brauche, nicht sicher sein kann, ob mein Gegenüber es versteht oder akzeptiert.
Und dann ist da noch die andere Seite: Was, wenn der andere damit nicht umgehen kann oder nicht umgehen möchte? Was, wenn mein Bedürfnis nach Rückzug zu einem Konflikt führt oder sogar die Beziehung belastet?
Dann geht es für mich plötzlich um viel mehr als darum, ob ich heute, oder auch Tage, lieber zu Hause bleiben möchte.
Es geht auch um die Angst, dass mein Bedürfnis etwas zwischen uns verändern könnte. Dass der andere sich daran stört, mich nicht versteht oder irgendwann keine Lust mehr hat, damit umzugehen.
Und so wird aus etwas, das ich eigentlich ganz selbstverständlich für mich entscheiden möchte, wieder etwas, über das ich nachdenken, das ich erklären und möglicherweise sogar rechtfertigen muss.
Dabei möchte ich mich manchmal einfach nur zurückziehen dürfen, ohne dass daraus gleich etwas gemacht wird.
Ohne mich rechtfertigen zu müssen. Ohne Angst zu haben, dass jemand mein Bedürfnis falsch versteht oder es als etwas Negatives über mich bewertet.
Ich möchte mich manchmal einfach zurückziehen dürfen, ohne gleichzeitig befürchten zu müssen, dadurch jemanden zu verlieren.
Und vielleicht ist es deshalb auch nicht nur die Frage, wer ich jenseits meiner Verletzungen bin.
Vielleicht ist es ebenso die Frage, ob ich mich zeigen darf, wie ich bin, ohne ständig befürchten zu müssen, dadurch jemanden zu verlieren.
Wann darf ich einfach leben?
Und ehrlich? Manchmal bin ich so müde davon, alles verstehen zu wollen. An mir zu arbeiten. Mein Verhalten zu hinterfragen und zu versuchen, Dinge zu verändern.
Es ist nicht nur das Analysieren einzelner Situationen. Es ist dieses ständige Beschäftigtsein mit mir selbst.

Ich hinterfrage mein Verhalten, beschäftige mich mit meinen Ängsten, versuche Zusammenhänge zu erkennen und Dinge endlich in den Griff zu bekommen.
Und das nicht nur dann, wenn gerade etwas passiert ist oder mich etwas belastet. Selbst wenn es keinen akuten Anlass gibt, denke ich über mich nach. Darüber, warum ich so reagiere, was dahinterstecken könnte und was ich vielleicht noch verändern müsste.
Es ist, als würde diese Arbeit an mir selbst niemals wirklich Pause machen.
Und dann frage ich mich manchmal: Wann darf ich eigentlich leben?
Wann darf ich einen Tag erleben, ohne ihn gleichzeitig daraufhin zu untersuchen, was er über mich aussagt? Wann darf ich etwas fühlen, ohne sofort verstehen zu müssen, woher es kommt? Wann darf ich eine Reaktion haben, ohne sie gleich als etwas betrachten zu müssen, an dem ich noch arbeiten sollte?
Ich möchte mich weiterentwickeln. Ich möchte Zusammenhänge verstehen und lernen, mit meinen Ängsten besser umzugehen. Das ist nicht falsch.
Aber ich merke auch, dass mir diese ständige Beschäftigung mit mir selbst manchmal die Leichtigkeit im Leben nimmt.
Und dann ist da noch dieser Gedanke, der alles schwerer macht: Ich muss noch heiler werden, damit ich keine Last für andere bin.
Als müsste ich meine Muster, meine Wunden, meine Ängste, Panikattacken, Verlustangst und Selbstzweifel erst genügend in den Griff bekommen, bevor ich einfach sein darf.
Aber warum eigentlich?
Warum darf ich nicht auch jetzt schon so sein, wie ich bin? Mit Dingen, die ich verstanden habe, und mit anderen, die ich noch nicht verstehe? Mit Fortschritten und Rückschritten? Mit Seiten an mir, die ich mag, und solchen, mit denen ich noch hadere?
Bin ich erst dann genug, wenn ich alles aufgearbeitet habe?
Oder darf ich auch ein Mensch sein, der noch Wunden hat, ohne sich deshalb ständig als unfertig betrachten zu müssen?
Ich weiss, dass meine Ängste und Reaktionen manchmal herausfordernd sein können. Ich will auch gar nicht behaupten, dass ich nichts verändern möchte.
Aber ich möchte nicht mein ganzes Leben damit verbringen, mich selbst zu reparieren.
Ich möchte nicht jeden Tag das Gefühl haben, noch etwas an mir verbessern zu müssen, damit ich für andere leichter auszuhalten bin.
Ich möchte auch einfach leben dürfen.
Mit meinen Fortschritten und meinen Schwierigkeiten. Mit meiner Freude und meinen Ängsten. Mit den Dingen, die ich inzwischen kann, und denen, die mir weiterhin schwerfallen.
Denn ich kann Verantwortung für mich übernehmen, ohne mich selbst als Belastung zu betrachten.
Ich kann an mir arbeiten, ohne meinen Wert davon abhängig zu machen, wie viel ich bereits verändert habe.
Und ich darf anerkennen, dass ich schon viel geschafft habe, auch wenn noch nicht alles gut ist.
Manchmal sitze ich einfach da, weine leise vor mich hin und denke mir: Was wäre, wenn ich einfach aufstehen und sagen könnte:
So. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe jahrelang an mir gearbeitet, versucht, Dinge zu verstehen und zu verändern. Jetzt reicht es.
Ich bin weit gekommen. Nicht so weit, wie ich es mir wünsche. Aber irgendwann darf es auch einmal genug sein.
Nicht, weil ich aufgebe. Sondern weil ich vielleicht auch einmal anerkennen darf, wie viel ich bereits geschafft habe.
Ich möchte nicht mehr das Gefühl haben, mein ganzes Leben auf eine Zukunft warten zu müssen, in der ich endlich heiler, mutiger, sicherer oder unkomplizierter bin.
Ich möchte nicht erst eine bestimmte Version meiner selbst werden müssen, bevor ich mir erlauben darf, einfach da zu sein.
Vielleicht muss ich nicht erst vollständig heilen, um ein Mensch zu sein, mit dem man gerne zusammen ist. Vielleicht darf ich auch jetzt schon dazugehören, nicht erst dann, wenn ich weniger Angst habe.
Und wenn ich die Antwort nicht kenne?
Wenn du mich fragst, was ich über mich selbst herausfinden möchte, muss ich ehrlich sein: Ich weiss es nicht genau.
Vielleicht ist es ein bisschen so, wie wenn man einen Elternteil oder sogar beide Elternteile nicht kennt. Man möchte wissen, woher man kommt. Man möchte seine Wurzeln kennen, Zusammenhänge verstehen und vielleicht auch etwas über sich selbst erfahren, das einem bisher gefehlt hat.
Und wenn das nicht möglich ist, steht man vor genau dieser Frage: Wer bin ich eigentlich, wenn mir ein Teil der Geschichte fehlt, aus der ich mich selbst besser verstehen möchte?
Ich kann diese Frage im Moment nicht beantworten.
Vielleicht macht mich gerade das so unruhig. Ich möchte verstehen, möchte Zusammenhänge erkennen und hätte gerne etwas, woran ich mich orientieren kann. Aber vielleicht gibt es auf manche dieser Fragen keine eindeutige Antwort. Zumindest keine, die ich heute schon finden kann.
Und ich möchte auch nicht so tun, als hätte ich inzwischen gelernt, damit ganz entspannt umzugehen. Das habe ich nicht.
Ich finde es schwierig, etwas offenlassen zu müssen, das sich für mich so grundlegend anfühlt. Ich hätte gerne mehr Klarheit. Ich würde gerne wissen, was mich ausmacht und was mich geprägt hat.
Aber vielleicht muss ich nicht erst alle Antworten finden, bevor ich mich selbst kennenlernen darf.
Vielleicht darf ich auch mit offenen Fragen leben. Vielleicht darf ich mich heute so wahrnehmen, wie ich bin, ohne schon genau wissen zu müssen, wie ich geworden bin.
Ich weiss noch nicht, wohin mich diese Suche führt. Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem ich gerade stehe.
Nicht bei einer fertigen Antwort.
Sondern bei einer Frage, die ich noch nicht beantworten kann.
Und vielleicht darf auch das erst einmal sein.
Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

Guten Morgen, Alexandra
oh, das kenn ich. Also die fehlende Erinnerungen an die Kindheit. Die habe ich auch nicht. Evtl ab dem 12. Lebensjahr, vielleicht. Ich weiß es nicht genau. Daher bin ich so geworden, wie ich jetzt bin. ich habe es mit einer Therapie versucht, aber die Therapeutin hat dann gemeint, ich hätte jetzt mein Leben mehr oder weniger im Griff und bin im Großen und Ganzen glücklich. Wenn wir gemeinsam da tiefer graben würdne, könnte es gut gehen. Aber auch schlecht. Ich habe mich gegen einer Therapie entschieden. Aber die Therapeutin meinte, ich könne jederzeit, wenn iches brauche, wieder kommen. Ja, es gibt Phasen bei mir, wo es abwärts geht und mir es nicht gut geht. Aber inzwischen kann ich mit den Phasen leben und ich komme immer wieder raus.
Was geblieben ist, und das werde ich nie abstellen können, ist das Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Ich werde – außer meinen Mann und meiner Mutter – nie einem Menschen 100% vertrauen und werde immer an deren Worte zweifeln. Damit kann ich leben!!
Liebe Grüße
Anja
Guten Tag liebe Anja ☀️
Ja, das hat meine Therapeutin auch gesagt. Fast ein zu eins. Und das verstehe ich auch. Und es beschäftigt mich ja auch nicht ständig aber gibt Momente wo es halt dennoch mal aufwallt.
Das mit dem Misstrauen und Vertrauen kenn ich, da geht es mir wie dir. Wobei, ich selbst bei meinem Mann oder Seelenschwester mühe habe. Bei meinem Freund, da sind wir noch zu wenig lange zusammen, da bin ich immer noch am Vertrauen aufbauen.
Liebe Grüsse und danke für deine ehrliche Antwort. 🫂
Ich muss mich schnell einmischen, denn genau das sagte mein erster Psychologe auch zu mir, damit war ich aber nicht zufrieden, denn ich wollte mich nicht weiterhin bei jedem Trigger wie 5 fühlen. Mein Hausarzt fand den Ansatz auch nicht ok und hat mir einen neuen Therapeuten gesucht und das war dann die Psychologin bei der ich 14 Jahre war und die hat mir so viel geholfen. Ich durfte sie als Ersatzmama haben, sie hat mir gezeigt wie man sich als Erwachsene benimmt, wo man Grenzen setzen darf und was man auch mal schlucken muss (wie alle es manchmal müssen) etc.
Einfach als Gedankenanstoss.
Ich habe zwar Erinnerungen, geholfen hats mir aber auch nicht. Ausser dass ich weiss, dass es eine Zeit gab, wo ich noch heil und glücklich war.
Auch ich wusste lange nicht, wer ich bin und warum alle meine Anpassungsversuche scheiterten. Bis ich kapiert habe, dass ich das Leben so leben muss wie es für mich stimmt. Ich mich nicht verbiegen muss, sondern so sein darf wie ich möchte und dann habe ich The One 2.0 kreiert. Das ist die, die ihr hier seht. Die auch immer wieder adaptiert, lernt und sich weiterentwickelt. Mit Schwächen und Stärken und einem meist sonnigen Gemüt, trotz latenter Lebensunlust.
Ich war auch immer wieder traurig, dass ich keine Kindheit wie andere hatte, doch irgendwann war ich einfach froh, dass ich nicht mit Eltern zu Besuch irgendwohin musste, dass kein Besuch zu uns kam, dass wir keine Ausflüge machten etc. Es wäre so eine Quälerei gewesen für mich.
Ich verstehe sehr gut, dass dich das traurig macht, dass du nicht zurückblicken kann. Das gehört wahrscheinlich einfach zu der eigenen Identität.
Ich war auch schon immer sehr neugierig und wissbegierig und wie bei dir, kam es zumindest als junge Erwachsene klar davon, dass ich versuchte mich einzufügen, zu wissen wie alles läuft und die Übersicht zu behalten. Doch habe ich mich auch immer für Themen interessiert für die sich niemand interessiert hat und das hat auch nie jemand verstanden. Mein erstes Psychologiebuch habe ich übrigens mit 8 gelesen, das stand bei meinen Eltern im Regal. Bücher gabs immer.
Dass dich diese Erkenntnis erschüttert hat, kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen.
Deine Fragen zeigen mir, was ich gelernt habe.
Hilfsbereit war ich früher, weil ich geliebt werden wollte. Heute bin ich es nur noch, wenn ich es kann oder wenn jemand sehr in Not ist.
Die tiefe Ungewissheit hatte ich nie, doch ich verstand schnell, dass ich anders bin und ganz andere Bedürfnisse habe, adaptieren hat nicht funktioniert also musste ich mich irgendwann von den ganzen Leuten lösen und mein Leben leben.
Wenn ich meinen Mann zB an einen Anlass für die Zeitung begleite, dann checke ich unbewusst die Umgebung/den Raum und meist habe ich Zeit um etwas zurückzustehen, da ich ja nicht arbeiten muss und beobachte dann die Leute. Kenne ich wen, was sind das für welche etc. Das ist ganz klar die Neugier um die Kontrolle zu behalten, falls was sein sollte.
Dann komme ich vielleicht mit jemandem ins Gespräch und der erzählt mir etwas, das mich interessiert, dann bin ich neugierig mehr von dem Thema zu erfahren.
Dass dir das schwerfällt zu akzeptieren, ist doch klar. Das waren jahrzehntelang deine Schutzstrategien. Das muss man erstmal verstehen und akzeptieren können. Ich habe irgendwann entschieden, dass ich nicht für die Welt verantwortlich bin und nur um mich rum ein guter Mensch sein muss. Der einzige Raum, der sicher sein muss, ist mein Daheim. Draussen kann ich funktionieren.
Du musst dir nicht vorstellen, wie du gewesen sein könntest, sondern wer du sein möchtest ohne die Prägungen, denke ich – oder so würde ich vorgehen. Wenn ich multiple Persönlichkeiten anschaue, dann haben die alle kein ursprüngliches Ich in sich (oder sie zeigen es nie). Ich denke, dass es das nicht gibt.
Deine Erkenntnis sehe ich genau so – unser Umfeld prägt uns, leider oft falsch, doch beides darf sein. Was wir dadurch geworden sind und wie wir gedenken weiterzugehen.
Wie üblich gibst du dir die richtigen Antworten selber. Deine innere Richterin darf gerne den Mund halten.
Wenn dich Leute verlassen, weil du „zuviel“ bist, dann sind es nicht die richtigen Leute für dich. Du sollst vor allem und zuerst für dich ein besseres Leben wollen, das andere kommt dann automatisch hinterher. Je wohler man sich mit sich selber fühlt, umso wohler fühlen sich andere bei einem. Ausserdem haben ganz viele Menschen ähnliche Probleme wie wir, vielleicht weniger ausgeprägt, vielleicht weniger Symptome auf einem Haufen und sagen einfach nichts oder können sich besser anpassen (ich kann das ja bis zum Nervenzusammenbruch, mache es aber nicht mehr) und es treten automatisch die Menschen in unser Leben, die uns akzeptieren.
Auch „gesunde“ Menschen haben nie genug an sich gearbeitet. Es gibt immer Punkte, wo man sich noch verbessern kann. Perfekt ist noch immer keine Option, perfekt macht krank.
Mein Mann ist viel oder fast immer ohne mich unterwegs. Ich begleite ihn kaum zu tollen Abendanlässen für die Zeitung. Ich gehe nie mit zum Fussball (weil ichs langweilig finde und es keinen Motor hat). Wir gehen auch sonst kaum aus, weil ich das einfach nicht mehr kann. Wenn er das nicht akzeptieren könnte, müsste er gehen. Ich habe ihm das aber auch von Anfang an klar gesagt wie das Laufen wird sobald ich wieder arbeite – war damals bereits 1.5 Jahre krankgeschrieben nach dem zweiten Burnout und hatte null Bock darauf mich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Wenn ich daheim nicht reden oder im Bett liegen will, dann mache ich das, weil ich es brauche. Ich sage aber meistens: Ich habe jetzt zu viel und gehe ins Bett. Verständnis erwarte ich nie, nur Akzeptanz.
Dein Bedürfnis ist völlig normal, weil in dir immer soviel abläuft und ich finde, dass ein Partner das akzeptieren muss, ohne gleich davon zu laufen. Danach hast du ja dann auch wieder Kraft für Zweisamkeiten und gemeinsame Unternehmungen.
Einfach leben zu dürfen/können ist leider nicht drin. Das können nicht mal die meisten Normalos. Du darfst dir jederzeit eine Pause gönnen von der ganzen Arbeit und Analyse und einfach machen, was dir Spass macht. Wenns dir jemand madig reden will, dann ist das sein Problem. So lange du dich nicht ein Stück weit aus diesem Gedankenkarusell entfernen kannst, wirst du nie heil genug oder zu wenig belastend sein, denke ich.
Ich auf jeden Fall bin der schlechteste Partner, den man haben kann. Ich bin nicht aufmerksam, ich will nicht diskutieren und zuhören tu ich auch nicht gerne. Ich will einfach meine Ruhe. Natürlich muss ich als das vorgenannte tun, weil es zu einer Beziehung gehört und halbwegs normale Menschen das als wichtig ansehen. Also erledigen wir das gleich, wenn ich heimkomme und dann ist Ruhe – ausser wir schauen ein Quiz und müssen uns mit klugscheissen übertreffen.
Und schon wieder hast du den richtigen Ansatz – du darfst weinen darüber, dass es nicht ist wie du es gerne hättest, doch du hast soviel geschafft und das verdient, genau wie du schreibst, Anerkennung und man kann jederzeit Pause machen und das weitere Ansich-Arbeiten wieder aufnehmen. Und selbst wenn es keiner anerkennen mag, DU selber darfst das, denn nur du weisst wie weit du schon gekommen bist.
Dein Freund wäre nicht mit dir zusammen, wenn du erst heil werden müsstest, damit er gerne mit dir zusammen ist. Das ist Quatsch. Dass du suchst, kann ich aber nachvollziehen.
Ich hatte nie Wurzeln, obwohl ich weiss, wo ich herkomme. Ich bin auch überall daheim, wenn ich eine ruhige Ecke für mich haben kann. Früher habe ich immer Bücher mitgeschleppt, damit ich lesen konnte, wenn mich alles genervt hat.
Und jetzt geh und SEI – mehr musst du nicht tun.
Wow…
Danke dir für deine so ausführliche Antwort. 🫂
Ich würde dir so gerne auf alles eine Antwort geben, aber heute hab ich echt mühe Worte zu finden.
Aber zu deinem ersten Satz… Hilft dir das nicht irgendwie? Also wenn du dich an diese Zeit erinnern kannst? Versuchst dich in dieses Gefühl rein zu fühlen?
Ich bin nicht unbedingt traurig das ich keine ähnliche Kindheit hatte wie die anderen sondern, weil mir bewusst wird das ich gar keine habe worauf ich zurück greifen kann. Ich sitze da und fühl mich irgendwie einsam. Meine Seelenschwester erzählte mir letztens mal eine Erinnerung die sie hatte. Sie war bei mir auf besuch, wir sind ja praktisch zusammen aufgewachsen. Wohnten so nah das wir uns aus den Fenstern zuwinken und rufen konnten. Sie also so so, wisst du noch, ich war mal bei dir und ihr hattet garde Waschtag, wir gingen zusammen mit deiner Mutter in die Waschküche und den Trocknungsraum. Sie erzähle wie sieht sie meine Mum mochte, das sie lieb war, witzig, das wird da unten lachten… Ich stehe da, streng mich an… Nichts. Da ist nichts, ausser eine gähnende Leere. Da ist weder eine leises Gefühl das sich meldet, oder Worte die geblieben sind noch irgendein Bild dazu. Nichts. Geschweige denn eine kleine Geschichte wie sie meine Seelenschwester erzählen kann. Oder an der Taufe meiner Nichte bei der ich angeblich vor 26 Jahren war. Da gibt’s sogar Fotos von. Nichts. Ich würde eine Million drauf Wetten das ich nicht dabei war. Und das macht halt etwas mit einem. Oder zumindest mit mir.
Danke noch mal… für dein lesen, für ein sehen, für deine lieben und aufmunternden Worte.
Mehr ist mir heute grade nicht möglich. Tut mir leid. 🥺
Ich war schon als Kind nicht sehr gefühlsduselig. Ich schaue einfach zurück und sehe was war. ZB wie der Kindergarten aussah oder bei den Schulfreunden daheim, was wir gespielt haben. Dann lege ich es wieder weg, denn es hat so gar nichts mit mir von heute zu tun.
Dass da gar nichts ist, ist auf jeden Fall ein Grund zum Traurig sein. Vielleicht verbirgt es die Psyche aber auch nur. Ich würde mich vermutlich gleich fühlen, wenn es bei mir so wäre.
Du musst dich doch nicht entschuldigen. Ich bin auch nicht immer in der Verfassung eine Antwort zu schreiben. Ich sehe euch und ich wünschte mir so sehr, dass ich unser aller Leid von uns nehmen könnte. Doch ich bin keine Heilerin.
Ich lese mich jetzt noch durch die restlichen Benachrichtigungen, wünsche dir hier aber schon mal ein schönes Wochenende.