Challenge

Wofür warst du in den vergangenen 52 Wochen dankbar?

-3 bis 3 Grad

Guten Morgen du liebe Seele,

ist es bei dir auch so frostig kalt? 🥶 Gestern noch von einem Leben in der Süsdsee geträumt und zack, in der Realität aufgewacht. Haha… Scheint in solchen Momenten ja schon sehr verlockend zu sein. Aber ich begnüge mich mit dem träumen und schönen Bildern, das ist, als wär ich fast schon dort.

Egal, ich ich ja lernen darf, wenn ich nicht draus will, muss ich es auch nicht. Kurz raus muss ich aber dennoch Nachmittags, denn ich muss fürs Weekend einkaufen gehen. Aber die Strecke dahin ist ja echt human, da hab ich Glück, das grade mal 240 Meter, also kann nicht klagen.

Und jetzt möchte ich mich dem vorletzten Beitrag zur Dankbarkeit Challenge widmen.


Oh, ich bin für so vieles Dankbar dieses Jahr. Nicht nur für das was alles in den 52 Beiträgen zu dieser Challenge besprochen wurde, sondern so viel mehr.

Für das Leben

Ja, in erster Line für das Leben! Das ich ein weiteres Jahr hier sein durfte. Das ich das Leben leben darf, so wie es für mich stimmt. Das ich es neu entdecken darf, mit all seinen Lektionen, Wundern und schönen Momenten. Klar, auch die Lektionen die es für mich bereit gehalten hat. Und weiter halten wird. Trotz allem, ich liebe das Leben. In meinem Leben ist so vielpassiert, das reicht für ein weiteres. Auch dieses Jahr standen welche an, die mich weiter gebracht haben, aber auch solche mit denen ich noch immer zu kämpfen habe. Es war kein leichtes Jahr, aber dennoch ein wirklich schönes mit vielen Erkenntnissen und wunderbaren Momenten.

Dazu gehören auch die Wochen in denen die kleine Kämpferin ums überleben rang. All die Tage und Nächte auf der Intensivstation. Was ich schön fand und sehr dankbar war und es auch heute noch bin, sie war keine einzige Minute alleine, war immer mindestens eine Bezugsperson bei ihr. Meistens 2. Und sie hat es geschafft. Dieses Ereignis hat menschen wieder etwas näher zusammen gebracht die vorher nicht mehr miteinander konnten. Und auch dafür bin ich dankbar.

Der Kleinen geht es jetzt soweit ganz gut. Diese Woche hat sie noch mal das letzte Mal Physio. Das erste MRI vom Herzen hatte sie Ende November, jetzt warten wir nur noch auf die Besprechung und was da raus gekommen ist. Da entscheidet sich dann der weitere Verlauf und wie ihr Leben wohl aussehen wird. Ob sie ein Leben lang Medikamente braucht, ob es doch noch einen Herzschrittmacher geben wird oder ob man einfach „nur“ etwas aufpassen und sie langsam machen muss. Aber alles ist okay, denn sie Lebt!

Meinen Mut

Wie komisch unangenehm sich das anfühlt sowas zu sagen, beziehungsweise zu schreiben. Mut, bring zumindest ich, mit Heldentaten in Verbindung. Und solche habe ich nun wirklich nicht begangen. Im Gegenteil, ihr wisst, und ich weiss, ich bin eine sehr ängstliche Person. Also nun ja, nicht in allem, aber in den Bereichen wo sich meine PTBS und Angststörung sich breit macht. Aber ich muss mir auch zugestehen und ich darf es auch anerkennen, das ich es geschafft habe, viel öfters und vor allem alleine raus zu gehen. Alleine spazieren zu gehen, am See zu sein, ich hab es geschafft sogar 3 mal alleine wo was trinken zu gehen. Ja am Tag, zu Zeiten und Orten wo sich die Menschen in Grenzen halten. Ich konnte es sogar etwas geniessen. Auch wenn ich die Angst nicht ganz los geworden bin, ich war Stunden alleine am See, hab die Sonne genossen, war schwimmen, war wirklich jeden Tag wenns schön Wetter war draussen. Dass ist so viel mehr als noch vor 2 Jahren. Wo ich auf meinen Mann angewiesen war, ob er Lust hatte oder nicht, raus zu gehen. Jeden Tag hab ich meinen Mut zusammen genommen und mit ein paar Anläufen hab ich es geschafft. Und ich bin sowas von dankbar das es mir gelungen ist. Denn so viele schöne Stunden an der Sonne und am See wären mir sonst durch die Lappen gegangen. Denn auch wenn es mir manchmal echt unangenehm war, ich wirklich sehr angespannt war, ich hab es immer so lange hinausgezögert um nach Hause zu gehen wie ich konnte. Ja, ich schaffe es noch immer nicht so lange zu bleiben wie ich mir das wünsche und nein, ich kann nicht völlig abschalten. Aber ehrlich, langsam kann ich das akzeptieren, denn es war dieses Jahr so viel mehr als noch vor einem Jahr.

Sonnenaufgang über dem Zürichsee

Für liebe Menschen

Ganz zu Oberst steht mein Seelenschwesterchen. Seit dem Tod meines Mannes reden wir jeden Tag miteinander, mal etwas mehr mal weniger aber jeden Tag und wenn es nur eine kleine Sprachnachricht ist um einen guten Morgen zu wünschen und zu fragen wie es geht. Und Abends dann wieder um gute Nacht zu sagen. Aber meistens schicken wir uns mehrere Sprachnachrichten. Sehen tun wir uns leider sehen, erstens weil sie nicht grade um die Ecke wohnt und sie halt arbeitet. Aber immer wenn wir uns sehen, haben wir eine wirklich tolle Zeit zusammen. Also, danke das es dich gibt. 🥰

Dann für meine Schwägerin und Schwager. Sie sehe ich immer wieder mal, sie wohnen ja auch nur paar Minuten von mir weg. Der Schwager hat mir oft geholfen wenn ich was machen musste was ich alleine nicht tun konnte. Zum Beispiel wenn ich schwere Dinge entsorgen musste und ich es nicht alleine vom Keller rauf holen konnte. Ich konnte Anfang dieses Jahres helfen als sein Vater verstarb. Wir helfen uns gegenseitig wo wir können und das ist schön.

Und natürlich meine Kinder uns Enkel, aber für die bin ich eh dankbar. Auch wenn sie mich so manche Nerven kosten 😅

Mein Blog

Ja, auch für den bin ich dankbar. Er dient mir nicht nur als Tagebuch, als Erinnerungsstütze und Reflexion, sondern auch für den Austausch. Und ich find es schön und fühle mich wirklich geehrt, das du meine liebe Seele dir meine Gedanken zu Gemüte führst, sie wirklich liest und auch deine Gedanken und Meinung mir mir teilst.

Es bedeutet mir wirklich viel das du regelmässig oder auch nicht so regelmässig vorbei schaust. Es ist schön wenn ich helfen oder vielleicht gar inspirieren kann. Oder einfach zeigen kann, das vielleicht du, mit deinen Gedanken, Sorgen und Problemen gar nicht so alleine bist wie du vielleicht denkst. Schliesslich ist der Blog nicht nur das was ich bin, sondern du, ja du du liebe Seele, bist auch ein Teil davon. Auch du hinterlässt Spuren und machst den Blog zu dem was er ist und auch zu dem was er wird.


Ja, das ist also mein Beitrag, meine Gedanken zu den vergangenen 52 Wochen Dankbarkeit.

Ich wünsch dir jetzt ein entspanntes Wochenende und wir lesen uns, wann immer du magst. Morgen bin ich sicher wieder mit dem Wochenrückblick zurück.

Dankbare Grüsse – Alexandra

Beiträge weiterer Teilnehmer

4 Gedanken zu „Wofür warst du in den vergangenen 52 Wochen dankbar?“

    1. Hallo liebe Anne,

      danke dir, ich freu mich auch. Ja, das werde ich, das ist auf alle Fälle mein Ziel.

      Und schön bist du wieder mit dabei dieses mal, ich schau gleich vorbei.

      Liebe Grüsse
      Alexandra

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  1. Das ist wohl auch deine positive Lebenseinstellung, die dir Glück schenkt. Obwohl ich vermute, dass auch nicht immer nur die Sonne in deiner Seele scheint. Glück, Trauer, Freude und Wut gehören zusammen und man wissen, wie man mit seinen Gefühlen umgeht: Die guten genießen, die schlechten nicht verdrängen, sondern kompensieren. Ich power mich je nach Lust und Laune mit Joggen oder Hanteltraining aus, nicht dienstplanmäßig, sondern locker, je nach Lust und Laune.

    Dankbar bin ich jeden Tag dafür, dass ich noch lebe. Hatte vor zwei Jahren ein Karzinom entnommen bekommen mit dem vollen Programm, auch mit Komplikationen. Mach zur Zeit noch Physiotherapie und muss vierteljährlich zum MRT, was ich aber von mir aus abgebrochen habe, weil ich die Pickserei nicht mag. Meine Venen verstecken sich leider immer. Aber alle sagen, ich hätte nochmal Glück gehabt, weil der Krebs nicht gestreut hat und auch nicht die Lymphknoten befallen waren. Auch sind die Narben so gut verheilt, dass man sie nicht sieht, wenn man es nicht weiß. Chirurgen sind wahre Künstler.

    Aber ich hab im Krankenhaus Demut gelernt und hab in Gedanken mein gesamtes Leben reflektiert, geordnet und neu bewertet. Besonders denk ich auch oft an jene Menschen, die nicht mein Glück hatten. Nach so einem Eingriff bekommt man auch Empathie und sieht seine Mitmenschen mit anderen Augen. Ich war im Leben schon manchmal fies und ungerecht (Borderline-Syndrom), aber das hat sich inzwischen auch dadurch gelegt und auch dafür bin ich dankbar, weil Aggressionen einem am meisten selbst schaden.

    Schönes Wochenende dir und deinen Lieben, PPchen 🙂

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    1. Hallo du lieber Prinz,

      witzig das du es grade so sagst aber ja, es ist eine Lebenseinstellung und nein, meine Seele kennt die Dunkelheit, sehr wohl und das zu genüge. Dennoch weiss ich das es eben nicht nur daraus besteht. Ja, das mit dem Umgehen mit diesen Gefühlen da bin ich noch am lernen. Sowas das akzeptieren wie auch wie ich mit manchen umzugehen soll. Aber das wird schon. Schön das du für dich eine Möglichkeit gefunden hast mit ihnen umzugehen.

      Dann wünsche ich dir von Herzen das du gesund bleibst. Das dein Körper in Zukunft mit den Krebszellen klar kommt und es gar nicht mehr soweit kommt. Also pass auf dich auf, sorge gut für deinen Körper und deine Seele.

      Das ist schöm wie du mit der Situation umgegengen bist. Und nein, es ist nicht selbstverständlich das man empathisch wird, oder das man eben reflektiert und das Leben neu bewertet, ich kenne genug die sind einfach nur wütend auf irgendetwas oder irgend wen und geben allem die Schuld nur um nicht das eigene Leben mal zu betrachten. Also kannst du stolz sein auf dich und wie du diese Zeit gemeistert hast. Erst recht mit diesem Hintergrund. Ich freu mich für dich.

      Auch dir ein schönes Weekend und bis zum nächsten mal.

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Schön das du dich entschieden hast deine Gedanken mit mir, uns, zu teilen.