Natur & Fotografie

Reisebericht | Montag, die Fahrt nach Bulle – Fribourg

📅 23. September 2026
☀️ Hallo Herbst, 7-22 °C

Hallo du liebe Seele 🤍

Ich hatte euch ja versprochen, dass es noch ein paar Reiseberichte von unserer kleinen Tour geben wird. Und ja … es werden auch einige Fotos dabei sein. 😂 Ich hatte nämlich mal wieder die Qual der Wahl und konnte mich kaum entscheiden, welche Bilder ich euch zeigen möchte.

Also sorry für den Foto-Spam 😅

Starten wir also mit dem ersten Tag.

🏍️ Auf nach Bulle

Am Sonntagabend überraschte mich mein Freund mit der Tatsache, dass wir montags einen Ausflug machen. Zwei Tage und dass er spontan eine Übernachtung in einem Hotel gebucht hatte. Einfach so. ❤️

Am Montag ging es dann also gegen 12 Uhr mit der Harley los, Richtung Fribourg, genauer gesagt nach Bulle.

Es war ein wunderschöner Tag. Blauer Himmel, ein paar Wolken und am Morgen schon diese frische Herbstluft. Da es aber schon recht frisch war am Morgen, wollten wir nicht unbedingt viel früher losfahren. Ausserdem hatten wir Zeit. Unser Zimmer war sowieso erst ab 16 Uhr verfügbar.

Wir fuhren ganz gemütlich über Landstrassen und nicht über die Autobahn. Kein Zeitdruck, kein Stress. Einfach fahren und die Landschaft geniesse

Nach ungefähr eineinhalb Stunden fuhren wir durch Eggiwil im Kanton Bern. Die Landschaft da war so schön, da musste ich während der Fahrt einfach mein Handy rausfischen und ein Foto machen.

Aber ehrlich, ich könnte die ganze Zeit Fotos schiessen oder filmen.

Immer wieder denke ich mir bei solchen Fahrten: Ich liebe die Schweiz einfach. 🥰

Ich bin unglaublich dankbar, dass mein Freund mir solche Ausflüge ermöglicht und wir gemeinsam so viel von der Schweiz entdecken können.

Nach ungefähr zwei Stunden waren dann Durst und Blase der Meinung, dass es Zeit für eine Pause wäre. 😂 Also hielten wir in Gstaad an.

🏔️ Ein kurzer Zwischenstopp in Gstaad

Gstaad ist wirklich hübsch. Keine Frage.

Aber ganz ehrlich … für mich ist es auch einfach ein Bonzen-Ort. 😂 Die teuren Geschäfte, die vielen Luxusmarken und überhaupt dieses ganze Drumherum sind jetzt nicht unbedingt meine Welt.

Ich finde sogar, es ist völlig überbewertet. Denn es gibt viele solcher hübschen Orte mit altem Dorfkern die nicht so überrissen sind.

Die Landschaft rundherum hingegen einfach … wow! ❤️

Wir schlenderten ein bisschen durch den Ort. Der Dorfkern ist autofrei und überall stehen diese wunderschönen traditionellen Chalets.

Die berühmte „Shoppingmeilen“… gut ist etwas übertrieben gesagt, denn die Meile ist nicht einmal 500 Meter lang 😅

Und trotzdem ist sie eine der bekanntesten und exklusivsten Einkaufsstrassen der Schweiz.

Ja dänn… 😂

Wir tranken noch etwas und machten uns danach weiter auf den Weg.

Inzwischen war es kurz nach 16 Uhr und bis Bulle lag noch ungefähr eine Stunde Fahrt vor uns.

Aber natürlich konnten wir nicht einfach am Château de Gruyères vorbeifahren. 😍

🏰 Château de Gruyères

Schon von weitem sieht man das Schloss über dem mittelalterlichen Städtchen thronen.

Und was soll ich sagen?

Wow! 🤩

Dieser Ort hat mir tatsächlich noch besser gefallen als Gstaad. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich Schlösser und Burgen liebe. ❤️

Wir gingen zumindest kurz in den Schlosshof und schauten uns um.

Das Château de Gruyères gehört zu den bekanntesten historischen Bauwerken der Region. Die ältesten Teile stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Also eine lange Geschichte. Wenn Wände reden könnten…

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Schloss aber immer mal wieder verändert und hatte ganz unterschiedliche Besitzer und Funktionen.

Im 15. Jahrhundert wurde es unter anderem umgebaut und mit steinernen Galerien und einer Kapelle erweitert.

Und dann kam irgendwann das Ende der Grafen von Greyerz.

Der letzte Graf musste Konkurs anmelden und 1555 wurde das Schloss Sitz der Freiburger Landvögte. Mehr als 50 Jahre lang war es damit Verwaltungssitz, bevor 1798 mit dem Ende des Ancien Régime auch diese Zeit vorbei war.

Ich find es immer wieder spannend was solche historischen Orte erzählen könnten, Von Leben, Liebe, Dramen, aber vielleicht gar Hunger und Seuchen. Vieles ist verloren, anderes können wir heute noch nachlesen.

Sorry … aber ich liebe Schlösser und Burgen.

Vor allem, wenn sie so gut erhalten sind und man sich da wirklich ein bisschen wie damals fühlen kann.

Der Schlosshof ist wunderschön, weit, mit einem zentralen Brunnen.

Später wechselte das Schloss erneut den Besitzer.

Und dann wurde es richtig spannend.

🏰 Ein Schloss mit vielen Leben

1849 kaufte die Familie Bovy das Château de Gruyères und machte es zu einem Ort für Künstler.

Unter anderem hielt sich der berühmte Maler Jean-Baptiste-Camille Corot dort auf. Das Schloss wurde zu einer Art Künstlerkolonie und bekam dadurch noch einmal eine ganz andere Bedeutung.

Ich finde solche Geschichten unglaublich spannend.

Ein Gebäude, das über Jahrhunderte immer wieder eine andere Rolle bekommt und dabei trotzdem seinen eigenen Charakter behält.

1938 kaufte der Kanton Freiburg das Schloss schliesslich zurück. Es wurde restauriert und 1939 als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Leider haben wir es nicht mehr geschafft, einen Rundgang im Schloss zu machen, denn es hatte doch einiges an Volk, bei dem himmlischen Wetter kein Wunder. Und ehrlich, auch wenn nicht, hätte ich mir überlegt, den vollen Eintritt zu bezahlen, wenn man sich dennoch beeilen muss, weil das Schloss schliesst.

Trotzdem fand ich es schade. Vielleicht ergibt es sich ja noch mal im nächsten Jahr. Denn eigentlich würde ich da schon gern mal rein.

Man darf da sogar fotografieren! ☺️ Einfach ohne Blitz. Aber wenn man einen so schönen Tag erwischt, dann ist es hell genug. Und sonst nimmt man zur Sicherheit ein lichtstarkes Objektiv mit.

So oder so …

Ich hätte da Stunden bleiben können. Ich finde, solche Orte haben immer eine ganz spezielle Atmosphäre. 🥰

Ich liebe Tore und alte Türen. Ich kann euch gar nicht sagen warum, aber sie berühren etwas ganz tief in mir, manchmal so stark, dass ich weinen könnte.

Ich weiss nicht, was es ist, und ja, denk nur: Die ist nicht ganz normal. 😅 Ich weiss das auch. 😜

Und ja, das Wetter war einfach herrlich, darum mussten wir nach etwa 40 Minuten wieder gehen, denn in unseren Motorradsachen war’s dann doch etwas warm 🥵

Warum eigentlich?

Nun… Irgendwie nicht dran gedacht, was eigentlich gut ist, denn ich will ja weniger Süsses essen. Und wenn ich da rein gegangen wäre, hätte ich mich kaum zurückhalten können. 😅

🏍️ Die letzte Etappe nach Bulle

Also hiess es wieder: Helm auf und weiter.

Die letzte halbe Stunde bis Bulle lag vor uns.

🏨 Unser kleines Hotel in Bulle

Gegen 17:45 Uhr kamen wir schliesslich in Bulle an.

Bulle liegt im französischsprachigen Teil des Kantons Fribourg und ist gleichzeitig Hauptort des Bezirks Gruyère.

Unser Hotel war das Le Tonnelier, ein kleines historisches Hotel mit Restaurant mitten in Bulle.

Das Gebäude ist rund 200 Jahre alt und wurde 2021 renoviert. Die Brasserie ist im Jugendstil gestaltet und das Restaurant wurde 2026 mit 12 Punkten bei GaultMillau geführt.

Ich hätte noch viel mehr schöne Bilder des Restaurants machen können oder vom anderen Aufgang zu den Zimmern, aber ehrlich, das traute ich mich nicht. 🥴 Schade, denn es war wirklich sehr schön, mir gefiel die Atmosphäre.

Unser Zimmer war zwar klein, aber gemütlich.

Tja, Doppelzimmer heisst wohl nicht automatisch Doppelbett. 😂

Aber mein Freund schob kurzerhand die Betten zusammen. Selbst ist der Mann. Man sieht, für ihn sind die Betten etwas zu kurz denn er sitzt da halbwegs auf dem Bett 😅

Die Dusche und das WC waren hinter einer Glaswand.

Sagen wir es mal so … Privatsphäre sieht anders aus. 😂 Auch wenn man nicht durchsieht… ist es dann doch etwas komisch so im Raum.

Für eine Nacht war es aber völlig okay.

📷 Mit den Kameras durch Bulle

Sondern machten uns schon bald auf den Weg, um den kleinen historischen Stadtkern zu erkunden. Und schliesslich brauchten wir auch mal was zwischen die Zähne. Hatten wir ja nur was Leichtes gefrühstückt am Morgen.

Natürlich ging das nicht ohne Kameras.

Wir schlenderten durch die Altstadt und entdeckten dabei einige richtig schöne Ecken.

Bulle hat eine interessante Mischung aus alten Gebäuden, kleinen Plätzen und historischen Bauwerken.

🏰 Das Château de Bulle

Ein Highlight war für mich natürlich das Château de Bulle.

Das Schloss stammt ebenfalls aus dem Mittelalter und prägt das Stadtbild ziemlich deutlich.

Dazu kamen die kleinen alten Plätze und Gassen.

Ich hätte mich wahrscheinlich noch viel länger dort herumtreiben können.

⛪ Notre-Dame de Compassion

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die uns ins Auge fiel, war die Chapelle Notre-Dame de Compassion.

Die Kapelle wurde bereits 1350 gegründet und später, zwischen 1688 und 1692, umgebaut. Sie war lange Zeit ein Wallfahrtsort und wurde von 1665 bis 2004 von Kapuzinern betreut.

Wir waren zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ziemlich müde und der Magen meldete sich ziemlich deutlich.

Hunger! 😂

Also haben wir uns die Kapelle nicht von innen angeschaut.

Tja … und ich bin einfach daran vorbeigelaufen. 😂

Manchmal muss man eben Prioritäten setzen.

🍽️ Und dann kam der Hunger

Und endlich gab es etwas zu essen.

Wir fanden ein Restaurant wo es kaum Leute hatte und wir dank dem Wetter noch draussen sitzen konnten. So dass ich nicht so gestresst bin weil es zu laut werden könnte.

Wir entschieden uns für einen Wildteller mit Reh, Rotkraut, Rosenkohl, Spätzli, Birne, Apfel und Marroni.

Grade frag ich mich, warum hab ich kein Foto vom Teller gemacht? Denn die Farben waren einfach herrlich. Und ich muss sagen, es war echt eine gute Portion. Ich war auf als Fälle danach app satt und es war sehr lecker… 🤤

Zum Dessert teilten wir uns noch eine Crème Gruyère mit Meringue.

Natürlich. 😋

Danach ging es zurück ins Hotel.

Fernseher an, Beine hoch und einfach nichts mehr machen.

Das hatten wir uns verdient. 😂

Am nächsten Morgen konnten wir ganz gemütlich aufstehen und hatten bis 11 Uhr Zeit zum Auschecken.

Damit war unser erster kleiner Reisetag auch schon vorbei.

Und ich kann euch jetzt schon sagen: Das war erst der Anfang. 😉


Ja, am Dienstag ging’s ja dann nach Hause, aber wie ihr denken könnt auch nicht auf direktem Weg 😄

Und natürlich habe ich auch davon wieder jede Menge Fotos mitgebracht. 📷❤️

Uff… geschafft, das hat jetzt aber gedauert. Haha… So ein Reisebericht ist echt anstrengend 😅 Aber hat dennoch spass gemacht.

Jetzt wünsch ich dir mal einen schönen Mittwoch, wir lesen uns später aber noch mal wenn du magst.

Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

7 Gedanken zu „Reisebericht | Montag, die Fahrt nach Bulle – Fribourg“

  1. Ja – ihr habt wirklich ein wunderschönes Land. Und soviel gut erhaltene Burgen. Ich liebe Burgen auch. Wenn man bedenkt was die alles erlebt haben. Schön, dass du einen so tollen Ausflug hattest – den hast du dir sowas von verdient.

    1. ☺️ jep.. das haben wir.

      Ja, gell… da geht die Fantasie auf reisen. Und danke, ja, das war wirklich wunderbar. Auch wenn ich nach knapp 5 Stunden auf dem Motorrad dachte, ich könne nicht mehr grade laufen 😅

  2. Wow – so schön.

    Ja, da um Eggiwil rum ist es sehr schön – überhaupt ist es nach dem Aargau schön, weil da die Industrie nicht mehr oft so dicht ist.

    In der HR Giger-Bar wart ihr nicht in Gruyère? Ich war da mal als ich mit einer Freundin das Giger-Museum besucht habe.

    In Bulle hingegen war ich auch noch nie.

    Gstaad (und St. Moritz etc.) IST völlig überbewertet. Mir würde es niemals einfallen dort Urlaub machen zu wollen. Wie du sagst, es gibt so viele genau so schöne Orte für deutlich weniger Geld.

    Die Jugendstil-Paneele im Hotel sind wunderschön. Ich mag Jugendstil sehr.

    Wir haben schon in kleineren Zimmern übernachtet. Nur zum Schlafen geht das locker. Das mit den Betten ist so eine Sache. Im Ausland trifft man das oft an, dass die nicht zusammenstehen. Doch man kann ja schieben wie ihr es gemacht habt.

    1. Hihi… danke ☺️

      Also hier, ich hab grade die Reusseben vor der Nase ist es auch schon sehr schön und Rottenschwil hab ich auch in der Nähe… Hier ist nichts mit Industrie… oder doch, bissi aber nur am Dorfrand.

      Nein, da hatte es viele Leute drin und ich hatte keinen Bock da rein zu gehen, war mir zu wuselig.

      Gut, dann liegt es nicht nur an mir 😂 Dachte schon ich habe da eine eigenartige Sicht der Dinge.

      Ja, definitiv, waren ja auch nur eine Nacht da und warum ein Luxuszimmer zahlen um 6 Stunden zu schlafen oder 8? Da würde mich das Geld definitiv reuen.

      1. Ja, das stimmt, dort ist es sehr schön und auch schon weiter von der Landschaft her.
        Wir hatten es gut getroffen. Weder im Museum noch in der Bar waren viele Leute. Ihr könnt ja immer mal wieder in die Gegend fahren.

        Nee, nee, wir normales Fussvolk sind doch diesen Orten gegenüber alle eher abgeneigt?
        Sagt dir Forte dei Marmi etwas? Das liegt ca. 40 Minuten oberhalb von Pisa und ist auch so ein Ort. Wir waren 2x in Viareggio im Urlaub im Juni. Wunderschön dort, nur Einheimische um die Zeit und schon etwas am Zerbröckeln und Forte dei Marmi ist der Ort davor. Beim zweiten Mal sind wir früher von der Autobahn und da durchgefahren. Ungefähr genau so lang war deren Einkaufsmeile wie die von Gstaad mit den üblichen Luxuslabels. Da gehe ich doch lieber eins weiter und kann dort mit den Leuten auf der Strasse reden und lachen.

        Mich auch – ich bin kein geiziger Mensch. Doch bei manchen Dingen sehe ich den Preis einfach nicht ein.

        1. Forte dei Marmi? Nein, noch nie gehört. Das muss ich mir mal genauer anschauen. Wär vielleicht was fürs nächste Jahr 😅

          Okay… auf wenig Platz ganz viel Geld. Aber wie du sagst, ich würde auch lieber eins weiter gehen. Ich wurde damit echt nicht warm, versteh den Hype wirklich nicht, aber ja…

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.