📅 21. September 2026
⛅️ Der Alltag hat mich wieder, 12-22 °C
Hallo du liebe Seele 🤍
Wie war deine Woche? Meine war gefüllt mit schönen Ausflügen. Mal einen halben Tag nur chillen. Ansonsten wunderschön wenn auch sehr anstrengend. Aber dazu gibt es sicher bald noch mehr.
Heute gibt es mal eine Frage, die ganz nach meinem Geschmack ist. Ich liebe solche Fragen, denn im ersten Moment scheinen sie ganz einfach und oberflächlich beantwortbar zu sein. Aber gerade da gehe ich gerne tiefer. 😉

Wenn dein Blog ein Mensch wäre – wie würdest du ihn beschreiben?
Wenn mein Blog ein Mensch wäre, wäre er wahrscheinlich jemand, mit dem man sich auf eine Bank setzt und plötzlich drei Stunden später immer noch redet.
Er wäre jemand, der neugierig ist und viele Fragen stellt. Der nicht unbedingt auf alles eine Antwort hat, aber sich traut, genauer hinzuschauen.
Er wäre ein bisschen philosophisch, ein bisschen verträumt und manchmal auch herrlich albern. 😄 Er würde über das Leben nachdenken, über Beziehungen, Gefühle, Heilung und all die Dinge, die uns beschäftigen. Aber genauso würde er sich für ein schönes Foto begeistern, über ein gutes Buch reden, eine Pflanze bewundern oder sich einfach über einen Sonnenuntergang freuen.
Und doch könnte er mit seinem Sarkasmus und seinem schwarzen Humor so manchen kurz verschrecken oder mit seinen Selbstzweifeln vielleicht auch den einen oder anderen ein bisschen nerven. 🫤
Er wäre kein Mensch, der dir ständig erzählen möchte, wie das Leben funktioniert. Eher einer, der sagt: „Komm, lass uns gemeinsam hinschauen.“
Fragen stellen, die dich zum Nachdenken bringen. Die dich vielleicht sogar dazu bringen, ein bisschen tiefer zu graben, als es sonst üblich ist.
Er dürfte traurig sein, ohne daraus gleich eine Lebenslektion machen zu müssen. Er dürfte zweifeln. Sich widersprechen. Dinge noch nicht wissen. Und manchmal auch einfach Quatsch erzählen. 😂
Ich glaube, er wäre ziemlich ehrlich. Nicht im Sinne von „Ich sage dir ungefiltert meine Meinung“, sondern eher im Sinne von: „Ich tue nicht so, als hätte ich alles im Griff.“
Und er hätte wahrscheinlich eine ziemlich grosse Schwäche für kleine Dinge. Für besondere Lichtstimmungen. Für Worte, die irgendwo hängen bleiben. Für kurze tierische Begegnungen, die ein kleiner Glücksmoment auslösen. Für einen guten Gedanken, der plötzlich auftaucht. Für Bücher, die etwas in einem bewegen. Für Momente, die eigentlich unscheinbar sind und trotzdem schön.
Vielleicht wäre er manchmal auch ziemlich kompliziert. Oder seien wir ehrlich: Er wäre ziemlich sicher kompliziert. 😅
Weil er Dinge gerne verstehen möchte. Weil er nachfragt, tiefer geht und nicht immer mit der ersten Antwort zufrieden ist. Und weil er Dinge manchmal tagelang, wochenlang oder sogar monatelang wälzt. Auf der Suche nach der Wahrheit. Nach einer Logik. Nach einem Abschluss.
Er möchte verstehen. Sich selbst. Andere Menschen. Das Leben.
Und dann wäre da noch sein kleiner Hang zum Perfektionismus.
Denn wenn er etwas macht, möchte er es manchmal richtig machen. Nicht einfach irgendeinen Text schreiben, sondern den richtigen. Nicht irgendein Foto machen, sondern den Moment erwischen, der sich genau richtig anfühlt. Nicht einfach etwas sagen, sondern die richtigen Worte finden.
Manchmal sucht er den perfekten Moment, die perfekte Formulierung oder das perfekte Ergebnis, obwohl er natürlich weiss, dass es das eigentlich gar nicht gibt. 😂
Und manchmal kann genau das ganz schön anstrengend sein.
Denn echt sein und perfekt machen wollen schliessen sich offenbar nicht aus.
Vielleicht ist genau das eine seiner Widersprüchlichkeiten.
- Er kann über Unperfektheit schreiben und gleichzeitig drei Stunden an einem Satz herumfeilen.
- Er kann sagen, dass nicht alles perfekt sein muss, und trotzdem das perfekte Foto suchen.
- Er kann sich erlauben, noch nicht alles zu wissen, und gleichzeitig unbedingt die richtige Antwort finden wollen.
Ja. Ich glaube, damit könnte er leben. 😅
Denn er wäre kein Mensch, der immer alles im Griff hat. Aber einer, der sich Mühe gibt. Manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu viel.
Aber vor allem wäre er echt.
Kein Hochglanzleben. Keine „So musst du leben“-Botschaften. Kein „Bei mir ist alles perfekt“.
Eher ein Mensch, der mitten im Leben steht und sagt:
Das ist gerade mein Leben. Nicht immer schön. Nicht immer einfach. Aber es ist meines. Und ich möchte hinschauen.
Und vielleicht wäre genau das seine grösste Stärke:
Dass er nicht versucht, perfekt zu wirken.
Sondern echt zu bleiben.
Und wahrscheinlich würde er am Ende noch sagen:
„Komm, bleib noch ein bisschen. Wir können noch über irgendwas reden.“ 🤍
So, zwei Stunden, oder gar etwas mehr, sind jetzt vorbei. So viel zum Perfektionismus. 😅
Es wird geschrieben, durchgelesen, neue Gedanken kommen auf, der Text wird ergänzt. Wieder durchlesen. Etwas passt noch immer nicht … Ein Satz fühlt sich nicht so an, wie ich ihn eigentlich meine. Also weiter dran herumstudiert und gefeilt, korrigiert, ergänzt. Neue Gedanken, noch mal ergänzen.
Dann … fertig.
Aber welches Motiv würde passen? Also wird gesucht. Mal einige Bilder zusammengetragen, dann auswählen … und ja, dann ist der Text so, wie ich ihn haben will.
Und zwei oder drei Stunden sind ins Land gezogen. 😂
Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist
