📅 21. August 2026
🌧️ Kühler & nasser Tagesstart, 16-19 °C
Hallo du liebe Seele 🤍
Freitag 😮💨
Nachdem es gestern Nacht noch ein Gewitter gab, bin ich heute Morgen eigentlich ganz froh über den kühlen und nassen Start in den Tag.
Ich liebe Gewitter, wenn ich im Bett liege. Das Grollen, der Wind, der Regen, der ans Fenster und auf die Fensterbank prasselt … hach. Da fühle ich mich doch gleich richtig geborgen. Am liebsten wäre ich heute tatsächlich im Bett geblieben. 😂
Aber gleichzeitig tut mir die Abkühlung richtig gut. 17 Grad und Regen. Ich habe gleich die Fenster aufgerissen, in der Hoffnung, dass wir die Wohnung endlich wieder auf angenehme Temperaturen bekommen. Wir haben nämlich immer noch knapp 27 Grad. Aber ich denke, bis heute Abend schaffen wir es vielleicht auf 25. 😅
Aber jetzt möchte ich mich der Frage von AEQUITAS ET VERITAS widmen. Sie hat da nämlich eine interessante Frage gestellt…
Welches Missverständnis haben viele Menschen über Glück?
Ich glaube, über den Begriff Glück gibt es ziemlich viele Missverständnisse.
Glück haben, das kann ein Lottogewinn sein, eine glückliche Fügung oder einfach der Moment, in dem man bei einem Missgeschick noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt.
Aber Glück haben ist für mich nicht dasselbe wie glücklich sein.
Und ich glaube, genau da gibt es durchaus grosse Missverständnisse.
Glücklichsein bedeutet für mich nicht, dass ich mich 24 Stunden am Tag glücklich fühle. Das wäre auch ziemlich unrealistisch. Es gibt traurige Tage, schwierige Zeiten, Enttäuschungen, Sorgen und Situationen, in denen einem einfach nicht nach Glück zumute ist.
Glücklichsein entsteht nicht dadurch, dass das Leben immer so läuft, wie ich es gerne hätte. Es entsteht aus meiner Haltung zu dem Leben, das gerade da ist.
Und dafür braucht es meiner Meinung nach ein paar Dinge.
Dankbarkeit. Demut. Vertrauen. Und Verbundenheit.
Dankbarkeit bedeutet für mich nicht, dass ich alles toll finden muss. Sondern dass ich das, was da ist, überhaupt sehen und wertschätzen kann.
Demut bedeutet vielleicht, anzuerkennen, dass ich nicht alles in der Hand habe. Das Leben macht nun einmal nicht immer das, was ich gerne hätte.
Und Vertrauen bedeutet für mich auch nicht, darauf zu vertrauen, dass immer alles gut geht.
Sondern darauf, dass ich auch durch das gehen kann, was nicht gut geht.
Dass nach einem Sturm auch wieder die Sonne scheint.
Dass eine schwierige Zeit nicht automatisch bedeutet, dass mein ganzes Leben schwierig ist.
Dass ein schlechter Tag nicht bedeutet, dass mein Leben schlecht ist.
Und dann ist da noch die Verbundenheit. Mit mir selbst, mit anderen Menschen, mit dem Leben.
Was es meiner Meinung nach dagegen nicht braucht, sind ein Partner, Kinder, Millionen auf dem Konto oder all die anderen Dinge, von denen wir manchmal glauben, dass sie uns automatisch glücklich machen müssten.
Natürlich können diese Dinge glücklich machen. Natürlich können Beziehungen, Familie, finanzielle Sicherheit und schöne Lebensumstände zu unserem Glück beitragen.
Aber sie garantieren kein Glück.
Du kannst einen Partner haben und trotzdem einsam sein.
Du kannst Kinder haben und trotzdem unglücklich sein.
Du kannst Millionen auf dem Konto haben und trotzdem ständig das Gefühl haben, dass dir etwas fehlt.
Denn wenn ich immer nur darauf schaue, was mir noch fehlt, dann lebe ich aus dem Mangel heraus.
Dann ist das Glück immer an die nächste Bedingung geknüpft.
Wenn ich erst …
- Wenn ich erst mehr Geld habe.
- Wenn ich erst den richtigen Menschen an meiner Seite habe.
- Wenn ich erst dieses Problem gelöst habe.
- Wenn ich erst dort angekommen bin.
Und wenn ich dann dort angekommen bin, wartet vielleicht schon das nächste „Wenn ich erst…“
So kann man ein ganzes Leben damit verbringen, auf den Moment zu warten, in dem endlich alles passt.
Vielleicht liegt genau darin eines der grössten Missverständnisse über Glück.
Dass wir glauben, wir müssten erst das richtige Leben bekommen, um glücklich sein zu können.
Dabei können wir mitten in einem unvollkommenen Leben glücklich sein.
Nicht immer.
Nicht jeden Tag.
Nicht trotz allem.
Aber immer wieder.
Manchmal sogar mitten im Sturm. 🌧️🤍
😅 Ja, das wurde jetzt wieder mal etwas länger als ich zu beginn gedacht habe. Was denkst du welche Missverständnisse es über das Glück /glücklich sein gibt?
Bis später…
Danke, dass du ein Stück dieses Kapitels mit mir gegangen bist

Glück hatte ich schon oft im Leben. Ich nenne es Kismet – Schicksal und glaube fest daran, dass was man aussendet auch zurück kommt.
Glücklich bin ich, weil ich zufrieden bin mit dem, was ich habe und kann. Unglücklich sind nur die, die nie zufrieden sind.
Auf meinem LinkedIn-Profil steht folgendes Zitat:
Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.
~ Epiktet
Glücklich zu sein hat man selber in der Hand oder man rennt irgendwas hinterher, das nicht für einen vorgesehen ist und bleibt für immer unglücklich.
DIE Menschheit wird es aber vermutlich nie verstehen.
>>> Dankbarkeit. Demut. Vertrauen. Und Verbundenheit.
Guter Gedanke! Man kann nicht wirklich glücklich sein, wenn Dankbarkeit etc. fehlen.
Absolut richtig – gerade dieses „Wenn ich erst“..man vertröstet sich damit ständig, statt sich mal umzugucken
Ich bin schon eins weiter, da ich viele Dinge neben der Arbeit einfach nicht mehr machen kann. Ich denke nur noch: Wenns noch klappt in der Pensionszeit cool, wenn nicht, auch egal.
Ja – das ist eine gute Einstellung. Ich denke auch nicht mehr so. Irgendwann sollte man realistisch sein und merken, da gibt es kein „Wenn ich erst“