Blogaktionen, Gegenwartsliteratur

Cover Wednesday #88

19 bis 33 Grad

Hallo du liebe Seele 🤍

Ja, schon wieder etwas spät dran… die zeit rennt mir einfach so davon… irgendwie krass grade. Aber so beschäftigt mit haushalt und dem Blog das ich das Gefühl habe ich komm nirgends hin 🫣

Aber jetzt hab ich grade etwas Zeit zum Pause machen… wieder zum Hause, musste los, ausserplanmässig. Ja, danke für nichts. Gibts jetzt den CW von Aequitas et Veritas. Sie spring für Mamenu ein und sie will folgendes Buch sehen..


Zeig mir ein Cover eines Buches, dessen Titel aus nur einem Wort besteht

Heute bin ich wieder mit einem Buch dabei, welches ich schon gelesen habe. Und zwar vor 11 Jahren. Dieses hab ich damals als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

Werbung | Rezensionsexemplar


Format: Hardcover| Seiten: 200 | Erschienen: Mai 2015 | Verlag: dtv | 
Genre: Gegenwartsliteratur / Familienroman
ISBN: 978-3423280518 | Preis: vergriffen

Geschichte

Wisst ihr eigentlich wie das ist, wenn die Eltern nur noch streiten, sich anschreien und der eine von beiden, meist Papa, einfach weg geht. Für ihn praktisch, weil er für seine Arbeit auch mal paar Tage weg ist. Dann sitzt Mama hier ganz alleine und ist traurig. Auch meine Schwester ist traurig oder vielleicht sogar wütend, und das lässt sie dann an mir aus. Also hab ich jetzt beschloss das ganze zu retten. Und dabei hol ich mir Hilfe und zwar von jemandem, der alle, ja wirklich alle Schlachten gewonnen hat. Napoleon! Ja, dazu muss ich sterben, denn er ist ja auch schon tot, aber um mit ihm zu reden, muss ich das Jenseits finden, was gar nicht so einfach ist… 

Ach ja, ich bin übrigens Teo und bin 8 Jahre alt.

Erster Satz

Ich heisse Teo, ich bin acht Jahre alt, und will mit Napoleon reden.

Meine Meinung

Fangen wir wirder beim Titel und dem Cover an, wie immer 😉 Also, der Titel ist schlicht und passt natürlich, schliesslich geht es in dem Buch um Teo. Das Cover find ich wirklich sehr gelungen!! Ja wirklich, ich find es wirklich schön. Manchen gefällt’s ja nicht so, aber ich find es passt zum Thema. 

Der Schreibstil von Lorenza Gentile ist einfach und schlicht. Man kommt so schnell in die Handlung und weil das ganze auch noch in Tagebuchform geschrieben ist, ist man auch sehr nah bei Teo. 

Zu Geschichte kann ich erstens sagen, ich hab mehr erwartet. Nach all den fantastischen Rezensionen, ja, da hab ich mir mehr erhofft. Als Märchen würde ich das Buch, oder die Geschichte jetzt nicht bezeichnen, als philosophisch sehr wohl, denn schliesslich stellt sich der kleine Teo wichtige Fragen, was passiert wenn wir sterben, wohin gehen wir, was erwartet uns.  Also ganz grosse und weise Fragen, die dem Buch aber gar nicht schlecht tut, vielleicht sollten wir auch mal so naiv an diese Fragen ran gehen. 

Also, Teo ist 8, seine Eltern streiten sich nur noch und die Familie droht auseinander zu brechen. Was will ein Kind? Genau, das sich seine Eltern wieder lieb haben und alles wieder so ist wie früher. Und so beschliesst Teo sich, das es nun Zeit wird erwachsen zu werden und das Problem selber in die Hand zu nehmen, wenn es seine Eltern schon nicht schaffen. Und dazu will er eben Napoleons Rat einholen. Nur doof, der ist schon lange tot. Also was ist die kindlich, unschuldige Logik? Er muss sterben. Nur so kann er Napoleon treffen und ihn um Rat ersuchen.

Im Fernsehen hatte ich mal gehört, wenn ein Kind stirbt, stirbt eine Möglichkeit.  

aus TEO

Tja, so weit so gut, nur, Teo merkt schnell das es dann doch nicht so einfach ist. Denn, wo ist das Jenseits? Und vor allem, wie kommt man da hin. Er begibt sich also auf Spurensuche und fragt verschiedene Menschen was sie dazu denken. Das macht’s aber nicht einfacher, denn er merkt schnell das jeder seine eigene Vorstellung und Glauben hat, was dies betrifft. Da wären die Katholiken, seine Mutter, mit ihrem Himmel und der Hölle, dann die Atheisten, die davon ausgehen das nach dem Tod einfach nichts ist. Dann wieder um Susu, die an Reinkarnation glaubt oder Xian, der meint man wird zu einer negativen Zahl. 

Teo schreibt sich auf was er rausfindet und kommt dann zum Schluss, wie er es machen muss um Napoleon zu treffen, alles ist geplant. 

Die Autorin versuchte ein philosophisches Thema in eine Geschichte zu packen in dem sie aus Kinderaugen betrachtet. Was ich an sich total toll finde, doch irgendwie passt das naive dann doch nicht ganz zu Teo. Klar, er ist erst 8 aber ich denke auch ein achtjähriger weiss was es bedeutet tot zu sein. Und hat vielleicht doch ne kleine Ahnung was es für Konsequenzen hat. Die Frage, wie die Eltern dann damit umgehen wenn er sich das Leben nimmt, wird hier gar nicht gestellt. Gut, darum ging’s auch nicht. Für mich ein gutes Buch, aber auch nicht mehr. 

Fazit

Grosse Fragen des Lebens, betrachtet mit kindlichen Augen. Sicher interessant und es regt an sich diese Fragen mal selber zu stellen. Wer’s dann noch nicht getan hat. 


Ja, das Buch ist mir noch ganz schwach im Kopf, behalten habe ich aber nicht, es durfte weiter ziehen.

Nun wünsch ich dir einen schönen Mittwochnachmittag, und bis morgen.

Alles liebe, Alexandra

8 Gedanken zu „Cover Wednesday #88“

  1. Das Buch hatte ich auch schon irgendwo gelesen – das werde ich niemals lesen. Kenn ich alles von daheim. Mein Vater hatte ein tolles Leben neben resp. ohne uns – und hat viel im Ausland gearbeitet. Nur allfällige Halbgeschwister würde ich gerne kennenlernen. Ich bin da völlig unvoreingenommen, da wir wussten, dass es immer andere Frauen gab.

    An seiner Beerdigung waren gefühlt 100e von Menschen, die ich noch nie gesehen hatte.

      1. Das war es, doch was mich viel mehr schockte: Die Vorzeigefamilie vom Dorf lief ganz ähnlich und ich dachte immer, die hätten es so schön.

        Als ich erwachsen war, war es für mich ok. Es ist eine lange verzwickte über Generationen falsch laufende Geschichte, die meine Schwester und ich unterbrochen haben indem wir einfach nicht mehr mitmachten.

Danke, dass du dir Zeit für diesen Beitrag genommen hast. Wenn du magst, hinterlass mir einen Kommentar – ich freue mich auf deine Gedanken.